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Erfahrener Moderator: Günther Jesumann. Foto: Therese Thamsen

Wie man richtig moderiert beziehungsweise sein Auftreten stärkt, wurde einigen Landjugendlichen bei einem Seminar im Offenen Kanal in Kiel nähergebracht. Dazu hatten sie sich Günther Jesumann eingeladen, der in seinem Berufsleben als Moderationscoach und Pressesprecher aktiv war. Die Teilnehmer waren auf jeden Fall sehr gespannt, was dieser Tag mit dem erfahrenen Medienmann bringen würde.

Der stieg gleich damit ein, dass jeder Auftritt eine Botschaft benötige. Diese Botschaft sollte zu 85 % das eigene ­Auftreten ausmachen und nur zu 15 % der Inhalt. Das war schon mal interessant. Jesumann betonte zudem, dass in den meisten Reden vor allem der Anfang und das Ende entscheidend seien, da im Hauptteil viele Zuschauer abschalteten. Aber gerade um dieses Abschalten zu verhindern, sei es enorm wichtig, seine Gestik und Mimik einzusetzen.

Dann waren die Lajus dran und sollten ein kurzes Interview mit dem Sitznachbarn führen, um diesen dann vor allen vorzustellen. Zuerst sollten die Person und ihre Tätigkeit vorgestellt werden. Danach wurde über die Redeerfahrung aufgeklärt und als dritter Punkt, was die Person von dem Seminar erwartet.

Während sich die Landjugendlichen gegenseitig vorstellten, analysierte der Seminarleiter die Auftritte genau und sprach nach der Vorstellungsrunde jeden Teilnehmer direkt an, um aufzuzeigen, wo es bei den verschiedenen Auftritten noch gemangelt hatte.

Es wurde deutlich, dass sich viele Teilnehmer beim Vorstellen ihrer Sitznachbarn nicht den notwendigen Freiraum suchten. In der Regel standen sie von ihrem Platz auf und blieben dort stehen. Dadurch fühle sich eine Person allerdings unterbewusst eingeengt und könne sich nicht frei entfalten und das schmälere den Auftritt bereits zu Beginn des Vortrags, so der Coach. So könne der Redner nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erreichen.

Weiterhin fiel Jesumann auf, dass alle Teilnehmer nicht so richtig wussten, was sie mit ihren Händen anfangen sollten. Entweder umklammerten sie Karteikarten, steckten in den Hosentaschen oder waren hinter dem Rücken fest zusammengefaltet. Mit diesen Positionen sei es schwierig, in eine Gestik zu wechseln, da man in seinem Vortrag schnell verkrampfe, so die Lehre.

Ebenfalls ging es um die üblichen Füllworte wie "ähm". Den Teilnehmern wurde verdeutlicht, dass diese wohl nicht ganz aus dem Sprachgebrauch verschwinden können. Stattdessen empfahl Jesumann zu versuchen, eine kurze Atempause einzulegen. Der Vortragende komme so nicht ins Stocken und der Zuschauer könne dem Vortragenden gut folgen.

 

Den vollständigen Beitrag findest du in der Bauernblattausgabe 43/2021 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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