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Zum Grillen und Kochen mit Wild trafen sich Jäger, aber auch Nichtjäger, die alle eine Menge lernen konnten. Foto: Christoph Stange

Zum "Kochen mit Wild" trafen sich Landjugendliche auf dem gemütlichen Grillplatz direkt am Westensee. Beim Landjugendseminar sollte natürlich nicht nur irgendein Gericht gekocht werden, sondern es war eine Geschmacksexplosion versprochen. Denn als Referent war Moritz Kormann eingeladen, der selbst Jäger ist und in seiner Freizeit leidenschaftlich gern kocht.

Es ging aber nicht nur darum, das Kochen mit Wild zu erlernen, sondern auch darum, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, woher das Stück Fleisch eigentlich kommt und wie das ganze Tier verwertet werden kann, ohne etwas wegzuwerfen. Dazu brachte der dritte stellvertretende Landesvorsitzende Christoph Stange einen selbst erlegten Rehbock mit, der dann aus der Decke gelöst und in Einzelteile zerlegt wurde. Er erklärte auch, wo welche Teile am Reh zu finden sind und für welche Verwendung sie sich eignen.

Anschließend konnten nun die Vorbereitungen für die einzelnen Gerichte starten. Schon die Ankündigung der Rezepte ließ uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Zunächst ging es um einen Wildburger. Dazu wurde das Fleisch mit dem Fleischwolf ruckzuck zu Hackfleisch verarbeitet. Als die Burgerpattys geformt waren, wies Moritz Kormann darauf hin, dass es einen ganz besonderen Burger mit einer Kombination aus süß, sauer, salzig und scharf geben sollte. Dazu wurden die Burger auch mit einem selbst gemachten Chutney aus Preiselbeeren und Cranberrys sowie selbst eingelegten Zwiebeln angemacht. Nachdem jeder einen Burger gegessen hatte, hätten wir alle durchaus auch noch einen zweiten essen können. Aber nein, es standen ja noch zwei weitere Gerichte auf dem Plan.

Zwischendurch wurde wieder Holz aufgelegt, ehe dann die edelsten Stücke des Rehs mit frischen Kräutern, einigen Gewürzen und Öl mariniert wurden. Der Rehrücken und das Filet wurden über dem Feuer auf den Punkt gebraten und konnten anschließen genossen werden. Malte Blöcker hatte sich schon von Anfang an darauf gefreut zu sehen, dass nicht immer das klassischen Nackensteak vom Schwein gegrillt werden muss, sondern dass ein Grillabend mal ganz anders aussehen kann.

Aller guten Dinge sind drei, also wurde noch ein Ragout angesetzt. Das wurde auf den erhitzten Kohlen in sogenannten Dutch Ovens (Gusstöpfen) vorbereitet. Vorteil dieser Töpfe ist, dass sie lange Wärme speichern können und das Fleisch langsam gart und danach schön zart ist. Dazu kamen noch ein paar geputzte Pfifferlinge. Nun war die Neugierde auf das dritte Gericht riesengroß. Zum Glück passte das Wetter und es war nicht zu heiß, sodass das Ragout hervorragend geschmeckt hat. Das Seminar bewies, dass zum Kochen nicht unbedingt immer eine Küche vonnöten ist, sondern auch unter dem freien Himmel fantastische Gerichte zubereitet werden können. Egal ob Jäger oder Nichtjäger, wird wohl jeder das eine oder andere Gericht noch einmal zu Hause nachkochen.

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