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Spaß zu haben in der Kita ist ganz wichtig für Marie Schulz – und vor allem für die Kinder. Foto: Petra Schulz

Das Bauernblatt hat Landjugendliche gebeten, über ihre Erfahrungen in der Corona-Zeit zu berichten. Marie Schulz (26) aus Berkenthin im Kreis Herzogtum Lauenburg ist Erzieherin in einer Kita, die eine Notgruppe betreut. Sie hat uns diesen Artikel geschickt.

Es ist kurz vor 7 Uhr, ich desinfiziere noch einmal alle Türgriffe und warte gespannt, was mich heute erwartet. Mit einem mulmigen Gefühl betrete ich zu diesen Zeiten morgens die Kita. Strahlende Kinderaugen werten jeden noch so trüben und von Corona-Neuigkeiten geprägten Tag auf.

Die fünf Kinder der Notbetreuung stehen pünktlich vor der Tür und stürmen in die Kindertagesstätte. Sie laufen mir mit einem Lächeln in die Arme. Das sind die Momente, in denen ich mir sicher bin, den richtigen Beruf auszuüben. Schnell werden die Eltern verabschiedet – bloß den Mindestabstand einhalten! Zu den Kindern in meiner Gruppe ist dieser nicht möglich, sie brauchen häufig meine Unterstützung beim Basteln, Anziehen oder Begleitung beim Spielen.

Die Wertschätzung der Eltern ist groß. Sie sind froh darüber, dass wir, die Erzieher, da sind und ihre Kinder betreuen, damit sie uns in den Supermärkten, Krankenhäusern und weiteren die Infrastruktur erhaltenden Betrieben versorgen können.

Ich arbeite in einer Kita mit elf Gruppen, wir sind normalerweise ein großes Team, aber in diesen Zeiten ist es geschrumpft. Teamsitzungen sind abgesagt, jeder bleibt in seinem Gruppenraum, den Spielplatz dürfen die jeweiligen Gruppen nur noch getrennt voneinander benutzen. Es gibt feste Regeln für die Nutzung der Flure, neue Hygiene- und Putzstrukturen.

Wir haben die Aufgabe, sensibel mit den Kindern die momentane Situation zu besprechen. Nur, was sage ich, wenn sie mich fragen, wann sie wieder "normal" spielen dürfen? Wann dürfen sie die Freunde aus der Nachbargruppe sehen? Und wann dürfen sie wieder von Oma und Opa abgeholt werden? Viele Kinder haben bereits durch ihre Eltern und Medien ein ausgeprägtes Wissen über Corona, dennoch wirft der jetzt so andere Alltag täglich neue Fragen für sie auf – auch für Erwachsene. Ich als Erzieherin bin dann häufig die erste Ansprechperson. Aber auch ich kann ihre Fragen häufig nicht beantworten. "Abwarten und ruhig bleiben" ist dann meistens die Antwort.

Den kompletten Beitrag findest du in der Bauernblattausgabe 20/2020 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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