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Die Bundesvorsitzende Kathrin Muus spricht vor vollem Haus zu Gästen des Parlamentarischen Abends. Foto: bdl

Beim Parlamentarischen Abend des Bundes der deutschen Landjugend (BDL) in Berlin Anfang März diskutierten Landjugendliche auf Augenhöhe mit rund 20 Bundestags­abgeordneten über die Zukunft des ländlichen Raumes.

In einem intensiven Meinungsaustausch mit politischen Vertretern wurde unter anderem die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland diskutiert. Dabei wurden nicht nur das in diesem Jahr geplante Agrarpaket oder die Düngeverordnung behandelt, die Teilnehmenden richteten ihre Blicke auch auf die nächsten 30 Jahre. "Für uns geht es nicht um die Frage, ob es uns in Zukunft noch geben wird. Dessen sind wir uns sicher. Aber wie? Werden wir noch Land- und Tierwirte, Winzer und Forstwirte sein?", fragte die BDL-Vorsitzende Kathrin Muus in die Runde. In Zeiten politischer Unsicherheit mangelt es den Jung­landwirten häufig an Planungssicherheit in allen Bereichen, um ihre Betriebe zukunftssicher aufstellen zu können. Deshalb forderten sie klare politische Vorgaben von den Bundestags­abgeordneten ein.

Ein weiteres wichtiges Thema war der zu langsame Ausbau der digitalen Infrastruktur bundesweit. Für den Erhalt des ländlichen Raumes ist es zwingend notwendig, schnelles Internet auf jedem Feld, in jedem Stall und sogar an jeder Milchkanne zu haben. Nur so lässt sich der ländliche Raum attraktiv gestalten und eine Urbanisierung verhindern. Ebenso notwendig ist ein öffentlicher Nahverkehr, der nicht an den Kreisgrenzen endet. Er ist essenziell für die Jugendverbandsarbeit, denn durch den Ausbau des ÖPNV in den ländlichen Räumen wird auch Jüngeren die Teilhabe an Veranstaltungen ermöglicht. Es braucht intelligente Verkehrskonzepte, die regionsübergreifend funktionieren.

In einer weiteren Diskussion wurde kritisiert, dass Jugendverbandsarbeit durch zunehmende bürokratische Vorgaben erschwert werde. Die seien von den selbst organisierten Ortsgruppen der Landjugend häufig nicht umzusetzen. Dies könne zu einer Demotivation der ehrenamtlich Aktiven führen und damit Folgen für die gesamte soziale Struktur auf dem Land haben. Die Forderung, Vorschriften aus der Perspektive der ehrenamtlich Aktiven zu prüfen, stieß bei einigen Bundestagsabgeordneten auf Zustimmung.

Trotz der zum Teil unterschiedlichen Standpunkte von Politikern und Landjugendlichen stand am Ende der Diskussionen ein klares Ja zur Zukunft der Landwirtschaft, des ländlichen Raumes und der Jugendverbandsarbeit. Dies wurde noch einmal durch die BDL-Vorsitzenden Kathrin Muus und Sebastian Schaller unterstrichen. Im Anschluss konnten bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Abgeordneten auch persönliche Gespräche abseits der Diskussionsthemen geführt werden.

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