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Video-Vosi mit Home-Geste, oben: Hannes Bumann, Sandra Winther, Johannes Jessen; Mitte: Laura Stolley, Lisa Rothberg, Uta Henningsen; unten: Kea Lausen und Björn Martensen. (v. li.) Foto: Sandra Winther

Ein kurzes Piepen aus den Lautsprechern meines Laptops, und ich kann mich mit den anderen zur #stayhome-Vorstandssitzung (Vosi) vernetzen. Wunderbar, was dank der Technik heute möglich ist! Nun nutzt man das auch mal.

Die meisten haben die Videokonferenz ebenfalls schon gestartet. Zunächst reden alle gleichzeitig oder keiner, aber nach kurzer Zeit haben wir den Dreh raus. Kea hat keinen Ton, das Problem ist aber bald gelöst, Laura kann nicht teilnehmen – zwölf Tage kein Internet in dieser Zeit –, da bekommt "social distance" doch eine fade Note. Und die Internetleitung von Johanna hätte effizienter durch eine Brieftaube ersetzt werden können.

Auf unserer ersten "#stayhome­Vosi" beschäftigen wir uns zunächst mit unseren Ortsgruppen. Wir sind stolz auf sie, denn obwohl die anstehenden Gruppenabende und Veranstaltungen abgesagt wurden, ist die Stimmung meist positiv. Einige Gruppen zeigen ihr soziales Engagement und erledigen Einkäufe und Botengänge für Mitmenschen, die nicht so gerne vor die Tür möchten. Viele erledigen ihre Aufgaben von zu Hause aus und unterstützen einander online in Arbeitsgruppen beim Studieren oder bei den Abivorbereitungen.

Es fehlen wohl jedem der persönliche Kontakt zu den besten Freunden und das Ausgehen am Wochenende. Zum Glück haben fast alle Gruppen ein finanzielles Polster, sodass der Ausfall von Feten nur ein emotionales Loch reißt. Wir versuchen, auf dem Laufenden zu bleiben und die Ortsgruppen zu unterstützen.

Unser geplantes Treffen der Vorstände untereinander musste ebenfalls abgesagt werden. Wir werden mehr verschriftlichen und die Sozialen Medien nutzen. Ein Gutes hat das Zuhausesein ja auch: mehr Zeit mit der Familie, weniger Freizeitstress und genügend Zeit, an Projekten zu arbeiten. So können Einladungen für Termine überarbeitet werden, und alle Bilder von den Veranstaltungen werden sortiert. Jeder bekommt eine kleine Hausaufgabe.

Aufgrund der unübersichtlichen Lage ist aber noch vieles ungewiss. Im Mai möchten wir eigentlich, wie im vergangenen Jahr, gemeinsam Blut spenden. Einen Aufruf dazu möchten wir jetzt schon starten, denn Blut wird jetzt dringend benötigt!

Bevor die Vosi endet, gibt es wie immer noch einen kleinen Klönschnack. Einerseits haben nun alle Zeit, bei den Frühjahrsarbeiten auf den Betrieben zu helfen, aber den Studenten unter uns fehlt auch Lernstoff. Trotzdem soll das Semester nicht verlorengehen. In die Bibliothek kann ich momentan nicht gehen, aber viele Quellen sind schon digitalisiert.

Lisa erlernt den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat gerade Urlaubssperre. Sie findet das okay, weil man ja sowieso nicht viel hätte unternehmen können. Die ständigen Verschiebungen im Dienstplan machen allerdings vieles im Alltag unplanbar.

Unsere beiden "Lohner-Jungs" sind fleißig wie eh und je und halten natürlich immer einen großen Sicherheitsabstand zu den Kunden ein, wodurch auf das Mitfahren verzichtet werden muss. Die Vorstände in den Ortsgruppen arbeiten in ähnlicher Form wie wir weiter, und wir alle versuchen, das Beste aus dieser Zeit zu machen.

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