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Eine Blühwiese dieser Größe bietet Vögeln, Hasen und sogar Rehkitzen einen Rückzugsort. Daher wurde der Zugang mit einem Seil versperrt, um den Tieren einen Ruheort zu bieten. Um sie nicht zu stören, ist es ist nicht erlaubt, auf die Fläche zu spazieren, so einladend sie auch ist. Damit die bunten Weiten trotzdem genossen werden können, wurde zusätzlich eine Bank aufgebaut, die vom örtlichen Tischler gespendet wurde. Foto: Laju Stuvenborn

Die Landjugend Stuvenborn hat sich von Corona nicht unterkriegen lassen und trotz der schwierigen Zeit etwas Tolles für die örtliche Gemeinschaft und die Natur auf die Beine gestellt. Die Mitglieder haben in Zusammenarbeit mit dem Hof Gloyer aus Stuvenborn eine fast 20.000 m2 große Blühwiese gepflanzt.

Entstanden ist diese Idee aus einer Bierlaune heraus und verlief zunächst im Sande, da die ursprünglich ausgewählte Fläche sich als nicht geeignet erwies. Als dann aber Viktoria Gloyer auf die Landjugend zukam und eine Kooperation vorschlug, nahm alles wieder Fahrt auf und innerhalb weniger Wochen stand ein Gesamtkonzept. Schwierig war es natürlich durch die geltenden Kontaktbeschränkungen. Aber es wurde kurzerhand in einem Zoom-Meeting in Kleingruppen mit verschiedenen Aufgaben gearbeitet. Das Ziel der Aktion war es, für das Dorf etwas Positives zu tun und statt zu meckern mit gutem Beispiel voranzugehen. Dadurch sollte ein Bewusstsein für Naturschutz und die Verantwortung eines jeden von uns geschaffen werden.

Da das alles aber weder subventioniert noch in irgendeiner Weise von öffentlichen Institutionen unterstützt wurde, stellte sich allen Beteiligten die Frage, wie wir unser Projekt finanzieren sollten. Also wurden Spenden gesammelt. Der erste Aufruf erfolgte über WhatsApp und Facebook durch den Hof Gloyer und die Mitglieder der Landjugend Stuvenborn. Dadurch kam schon eine Summe zusammen, mit der keiner gerechnet hatte. Des Weiteren wurden dann die Unternehmen vor Ort angeschrieben und im örtlichen Edeka die Bewohner von Stuvenborn und der umliegenden Dörfer zweimal die Woche an einem kleinen Stand über unser Vorhaben informiert. Dort konnten unsere Mitbürger Patenschaften erwerben, um uns zu unterstützen. Die Resonanz war großartig. Am Ende hatten wir fast 250 Unterstützer. Viele waren begeistert, dass wir etwas für die Artenvielfalt tun wollten. Inzwischen können Spaziergänger, die vorbeikommen, auf einer Bank ausruhen und das Summen der Insekten genießen.

Die Blühmischung ist so zusammengestellt, dass sie möglichst lange blüht und viele verschiedene heimische Pflanzen aufkeimen. Ungefähr von Mai bis Oktober wachsen 13 verschiedene Pflanzen auf der Fläche. Derzeit blühen Buchweizen, Inkarnatklee und Phacelia. Später kommen noch Wicken und Sonnenblumen dazu. Dadurch wird garantiert, dass Nektar und Pollen sammelnde Insekten möglichst über einen langen Zeitraum Nahrung finden.

Erste Pläne für eine weitere Blühwiese 2022 werden auch schon geschmiedet. Wer interessiert ist, kann den Verlauf der Wiese und weitere Bilder bei uns in den Social Media finden.

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