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Claudia Jürgensen (li.) und Ulrike Röhr wurden als stellvertretende und erste Vorsitzende des Vereins wiedergewählt, in dem übrigens auch Männer Mitglied werden können. Zudem darf der Verein Spenden entgegennehmen, die dann für Projekte von LandFrauen genutzt werden. Foto: Ninette Lüneberg/lfv

Ein ganz besonderes Ziel stand für die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Weiterbildung im LandFrauenverband Schleswig-Holstein am Dienstag auf dem Programm. Sie besichtigten den Museumsneubau am Freilichtmuseum Molfsee, das "Jahr100Haus". Danach trafen sie sich zur Mitgliederversammlung im Drathenhof.

Claudia Jürgensen, Vizepräsidentin des LandFrauenverbandes, und Astrid Paulsen, stellvertretende Direktorin des Freilichtmuseums Molfsee, steigerten bei der Begrüßung im Innenhof der zeitgenössischen Scheunen die Vorfreude auf den Ausstellungsbesuch. Dort seien "Highlights aus einem ganzen Jahrhundert vereint", so Paulsen. "Wir wollen nicht wiederholen, was draußen schon gezeigt wird. Vielmehr führen die Exponate im Neubau die Volkskunde der Ausstellung im Freigelände weiter und machen das zurückliegende Jahrhundert erlebbar." Claudia Jürgensen sagte, sie sei schon "ganz scharf" darauf, das nun endlich selbst und vor allem wieder live mit allen Mitgliedern des Vereins und auch einigen Gästen zu sehen.

Gezeigt werden Alltagsgegenstände und Menschen, die ihre Geschichte erzählen. Letzteres in einem Showroom mit großen Bildschirmen, auf denen vom Schiffsführer über die Poetry-Slamerin, Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes bis hin zum urigen Wattpostboten viele Gesichter des Landes in eindrucksvollen Aufnahmen vorgestellt werden.

Die Ausstellungsstücke sind mitunter kurios, weil heute kaum noch vorstellbar, wie ein Badekostüm zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Viele aber riefen eigene Erinnerungen wach wie ein alter Schaltkasten, eine nostalgische Registrierkasse oder ein Universalhaushaltsgerät, das sowohl mixen als auch saugen konnte.

Die meisten Stücke stammen aus dem Fundus des Museums, aus dem für die thematisch geordnete Zeitreise strikt ausgewählt wurde. Diese schlägt den Bogen von Alltagsgegenständen, die immer wieder repariert wurden, bis zum Leben im Überfluss, in dem sich viele Dinge anhäufen. Darüber hinaus spricht die Ausstellung auch gesellschaftliche und persönliche Fragen nach dem Arbeitsleben, dem Leben in der Gemeinschaft oder in der Partnerschaft im Wandel der Zeit an.

Viel Input für die Mitglieder des Fördervereins zur Weiterbildung. Einige Gäste entschieden sich nach dieser Entdeckungsreise spontan, für einen Jahresbeitrag von 10 € auch Mitglied im Verein zu werden. Auf der anschließenden Mitgliederversammlung gab es auf jeden Fall schon viele Vorschläge für die nächsten Exkursionen des Vereins.

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