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Hauswirtschaftsleiterin Marlis Lange vor dem Seniorenheim. Foto: Gülhan Amak

Gerade Frauen im Bereich der Hauswirtschaft sind in Seniorenheimen und Kliniken im Dauereinsatz. Und das nicht nur während der Corona-Pandemie. Eine von ihnen ist Marlis Lange, die zwölf Jahre Vorsitzende des OV Rendsburg-Ost war. Die Hauswirtschaftsleiterin wirbt mit einem offenen Brief, den Sie an lokale Medien, aber auch an den Deutschen LandFrauenverband gesendet hat, für mehr gesellschaftliche Anerkennung ihres Berufsstandes.

Frau Lange, Sie sind seit über zehn Jahren Hauswirtschaftsleiterin im Seniorenzentrum Schacht-Audorf und Altenholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde mit gut 30 Mitarbeitern. Trotz ihres ernsten Themas klingen Sie am Telefon optimistisch und fröhlich. Wie schaffen Sie das?

Marlis Lange: Weil ich Lust auf meinen Beruf habe. Ich mag den Umgang mit Menschen, ich mag ihnen gern etwas Gutes tun und koche gern. Aber vor allem gefällt mir der abwechslungsreiche Berufsalltag der Hauswirtschaft, der so viel mehr bedeutet als Kochen. Dazu gehören auch die Hausreinigung, die dekorative Gestaltung der Wohnbereiche im Seniorenzentrum, die Kontakte zu den Bewohnern und die Freude, ihnen mit Kleinigkeiten - einem Geburtstagsessen, Blumen, einem Lächeln, einem offenen Ohr - eine Freude machen zu können.

Was hat Ihr Verständnis von diesem Beruf geprägt?

Ich komme von einem ländlichen Betrieb. Wir haben heute einen Milchviehbetrieb, den mein Mann führt. Ich bin mit meinen Schwiegereltern immer gut ausgekommen und habe sie, als sie älter und krank wurden, gepflegt. Dabei habe ich Verständnis dafür entwickelt, wie sich der Mensch im Alter zum Beispiel bedingt durch Demenz verändert.

Sie lieben Ihren Beruf und leiden zugleich darunter, dass die Hauswirtschaft noch gar nicht in der Gesellschaft angekommen sei. Woran machen Sie das fest?

Es gibt kaum Auszubildende. Die Hauswirtschaft ist bei den jungen Menschen gar nicht in den Köpfen. Man müsste den Beruf schmackhafter machen, indem man zeigt, wie vielfältig er ist, wie viel Freude man mit dieser Arbeit machen kann. Zudem ist man in verschiedenen Bereichen einsetzbar – in Seniorenheimen, Krankenhäusern und Servicebereichen. Das ist auch attraktiv für den Arbeitgeber.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 17/2020 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

 

 

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