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Inke Voß beneidet manchmal Kinder, die sich über jede Pfütze freuen und hineinspringen. Sie hat es dann einfach selbst gemacht. Foto: privat

Seit einem einem halben Jahr bestimmen die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen und Auflagen den Alltag der Menschen. Auch das Vereinsleben der LandFrauen, geprägt von gegenseitigem Austausch, Kommunikation und Miteinander, ist betroffen. Was bedeutet das für die Vereine und was kann man tun, um sich trotzdem ein positives Lebensgefühl zu erhalten? Das Bauernblatt sprach darüber mit Inke Voß aus Bendorf. Sie ist Kreisgeschäftsführerin des KreisLandFrauenverbandes Rendsburg-Eckernförde und berät als Mediatorin und Coach landwirtschaftliche Familien in schwierigen Situationen.

Der Lockdown Mitte März hat den Alltag verändert. Wie geht es Ihnen damit?

Inke Voß: Also, ich sehe es positiv und negativ. Positiv, weil es die Chance bietet, mal innezuhalten. Ich kann nicht so viel unternehmen wie sonst. Ich bin dankbar dafür, dass wir viel Platz im Haus und rundherum auf dem Hof haben sowie eine grüne Umgebung genießen können. Ich möchte jetzt nicht in einer Dreizimmerwohnung ohne Balkon in der Stadt wohnen, wo der Spielplatz vor dem Haus gesperrt ist. Und da ich noch nicht zu einer Risikogruppe gehöre, habe ich überlegt, was ich zusätzlich noch für meine Gesundheit tun kann.

Was haben Sie gemacht?

Ich hatte mit mehreren Personen eine Vereinbarung, dass jeder im Frühjahr etwas abnimmt. Durch Corona konnte ich länger durchhalten und habe bis Juni über 30 Pfund geschafft.

Und was empfinden Sie an der neuen Situation als negativ?

Durch die Maskenpflicht fühle ich mich reglementiert und unfrei, und das sind wir ja hier eigentlich nicht gewohnt, auch wenn die Tragepflicht zu verstehen ist. Ich habe keine Lust, mal nach Heide oder Büsum zu fahren, um zu bummeln und ein Eis zu essen. Ich bräuchte dringend mal wieder eine neue Brille, aber auf einen Besuch beim Optiker mit Anmeldung und Maske verzichte ich lieber. Aber das geht ja derzeit vielen so. Meistens erledige ich gezielt das Nötigste. Ich frage mich vor allem: Was bleibt von unserer über Jahrzehnte aufgebauten Kulturlandschaft übrig? Hier finden seit fünf Monaten keine Veranstaltungen mehr statt. Die fehlen mir schon sehr.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 36/2020 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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