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Bei befreundeten Farmern lernte Lucia Rojter in ihrer Kindheit in Argentinien schon früh das Reiten. Heute kann sie die Liebe zur Pferden in ihrer neuen Heimat in Rieseby hier mit Primo, ausleben und freut sich besonders, dass auch Töchterchen Sofia auf dem Land aufwachsen wird. Foto: Sigrid Querhammer

Lucia María Rojter ist eine weltgewandte Frau. Vielleicht hat das mit ihrer Familiengeschichte zu tun: Die Großeltern väterlicherseits wanderten eins aus Polen nach Argentinien aus. Ihre in Argentinien geborenen Großeltern mütterlicherseits haben französische und italienische Wurzeln. Beruflich war die studierte Juristin und Tochter eines Rechtsanwaltes aus Buenos Aires unter anderem in Sambia, der Türkei, Ecuador und in Chile unterwegs. Seit zwei Jahren lebt die Großstädterin jetzt auf dem Land, auf dem Sönderbyhof in Rieseby in Schleswig-Holstein.

"Ich kann mich sehr gut anpassen, habe Respekt vor jeder Kultur und ich lerne gerne überall neue Dinge. Deshalb fällt es mir auch gar nicht so schwer, in ein neues Land zu kommen", sagt die junge Frau, die die polnische Staatsbürgerschaft hat und so als EU-Bürgerin nach Schleswig-Holstein kam. Auch hier hat sie schon eine Menge Neues gelernt, nicht zuletzt von ihrem Partner Daniel Hüttmann über die Landwirtschaft. In der Erntezeit bekocht sie die Erntehelfer. In ihrer neuen Rolle als Hausfrau und Mutter ihrer kleinen Tochter Sofia Rachel geht sie voll auf. "Sofia ist das Beste, das ich bisher in meinem Leben gemacht habe", erzählt sie mit einem Lächeln.

Kennengelernt hat sich das Paar in Buenos Aires. Da es Sommer in Argentinien ist, wenn Ackerbauern in Deutschland Zeit für Urlaub haben, zog es den jungen Landwirt aus Schleswig-Holstein dort hin.

In dem südamerikanischen Land lernte er nicht nur die dortige Landwirtschaft, sondern auch Lucia kennen. Miteinander sprechen sie Englisch und zunehmend auch Deutsch. Bereits als Kind hatte Lucia einige Jahre Deutsch gelernt. Auch mit Schleswig-Hol- stein war sie schon als Kind in Berührung gekommen. Ihre Eltern luden Teilnehmer eines internationalen Camps der CISV (Children`s International Summer Villages), das 1998 in Argentinien stattfand, zu sich ein. Und so kam über die Non-Profit-Organisation eine Kindergruppe aus Kiel ins Haus. Die Kieler Jugendlichen schenkten Lucia Rojter damals ein Buch über Schleswig-Holstein. "Als ich hierher gezogen bin, habe ich die Orte aus dem Buch besucht."

Mit der Landwirtschaft kam sie schon früh im Leben in Argentinien in Berührung, denn Freunde ihrer Familie sind Farmer. Dort ver brachte sie viel Zeit, lernte schon mit vier Jahren auf einem Pony das Reiten. "Für Kinder ist es besser, auf dem Land aufzuwachsen", ist die 35-Jährige überzeugt. Ihrer kleinen Tochter Sofia, die mit Deutsch, Englisch und Spanisch, dreisprachig aufwachsen soll, kann sie genau das jetzt bieten.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 47/2021 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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