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Kathrin Rehders war besonders fasziniert von der Weite des Landes. Foto: privat

Die Jahreshauptversammlung des KreisLandFrauenverbandes Segeberg, die im Frühjahr stattfinden sollte, musste aufgrund der weiterhin gültigen Corona-Auflagen in den Herbst verschoben werden. Dafür nahm Kathrin Rehders, Bäuerin und Orgateam-Mitglied der Jungen LandFrauen im Kreis Segeberg, die Vertreterinnen der Ortsvereine via Zoom mit auf eine virtuelle Reise nach Namibia. Dort hat sie im Frühjahr 2016 fast zwei Monate lang auf zwei Rinderfarmen mitgearbeitet, um die Landwirtschaft und das Alltagsleben in dem südafrikanischen Land kennenzulernen.

Erste Station war eine Farm zirka 100 km östlich der Hauptstadt Windhuk. 15.000 ha wurden hier aufgrund der hohen Temperaturen, der intensiven Sonneneinstrahlung und der Trockenheit nur sehr extensiv bewirtschaftet. Zum Betrieb gehörte eine Herde von etwa 1.000 Rindern. Es wurde auch draußen mit der Hand gemolken. Die Kälber wurden dabei genutzt, um die Kühe anzulocken. Sobald genug gemolken war, durfte das Kalb den Rest trinken. Die Farm bot auch Jagdsafaris für Touristen an. So ergab sich auch für Kathrin Rehders die Gelegenheit, ein Warzenschwein zu schießen. Die deutschstämmige Familie des Betriebsleiters ist zwar bereits seit mehreren Generationen in Namibia ansässig, fühlt sich aber dennoch dem Herkunftsland verbunden.

Der Juniorchef hat zum Beispiel fünf Jahre in Deutschland gelebt und als Schlosser gearbeitet. Durch den Kontakt zu einem seiner ehemaligen Arbeitskollegen kam Kathrin Rehders auf die Farm. Der Kontakt zur zweiten Farm gelang mithilfe der Andreas-Hermes-Akademie. Der Betrieb verfügte über eine Fläche von 12.500 ha, war aber anders strukturiert und breiter aufgestellt. Es wurde versucht, möglichst autark und im Einklang mit der Natur zu leben. Die Betriebsleiterfamilie baute ein Kreislaufsystem auf, um besser mit der Trockenheit klarzukommen. Auf 80 ha wurden Körnermais, Ackerbohnen und Sonnenblumen angebaut. Die Herde umfasste 500 Rinder. 40 Milchkühe wurden für den eigenen Bedarf gehalten, dazu kamen 30 Schafe und drei Strauße. Ein Gemüsegarten wurde für eine komplette Selbstversorgung angelegt. Interessant war, dass aus den Ackerbohnen Heu gemacht wurde.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 18/2021 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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