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Die LandFrauen aus Heide beschlossen ihren informativen Tag in Lübeck mit einem Essen im historischen Ratskeller. Foto: OV Heide

Natürlich sind derzeit alle Museen geschlossen und Ausflüge ohnehin nicht möglich. Doch die LandFrauen des OV Heide waren von ihrem Besuch im europäischen Hanse-Museum in Lübeck – natürlich vor dem Lockdown – so begeistert, dass sie den Tipp schon jetzt loswerden wollen: für bessere Zeiten nach Corona.

Als niederdeutsche Kaufleute aus Soest, Münster, Groningen und Lübeck im Jahr 1193 am Ufer des Flusses Newa an der russischen Ostseeküste landeten, ahnten sie noch nicht, dass sie eine mächtige Vereinigung mitbegründeten: die Hanse. Sie entstand aus einem Zusammenschluss einzelner Kaufleute zu einem Verbund von Fernhändlern in schließlich 200 Städten Nordeuropas. An den wichtigsten Handelsplätzen in London, Brügge, Nowgorod und Bergen gründeten sie Kontore. Das waren geschützte Außenposten mit eigenen Gesetzen und Privilegien.

Die Besucherinnen erfuhren bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung, wie es sich in diesen Kontoren zugetragen haben könnte. Sie begingen eine belebte Verkaufshalle in Brügge, den "Stalhof" in London sowie einen wichtigen Umschlagplatz vor allem für Stockfisch im norwegischen Bergen. Ein Einblick in ein Kontor im heute belgischen Brügge zeigt die Vielfalt der gehandelten Waren. Besonders beeindruckten die kunstvollen Brokatstoffe aus Flandern. Aber es gab auch dunkle Zeiten: In der Ausstellung werden auch beispielsweise die Auswirkungen der Pest im 14. Jahrhundert thematisiert, deren Ausbreitung in ganz Europa ein Indiz für die hohe Mobilität war.

Im Laufe der Zeit veränderte sich der Status der Kaufleute. Waren sie anfangs noch Kaufleute, Schiffer und Kämpfer in einer Person, blieben sie mit wachsendem Reichtum im 13. Jahrhundert in Lübeck und koordinierten den Handel. Lübeck galt als das "Haupt der Hanse". Die Stadt wuchs, und die Kaufleute bildeten eine neue Gesellschaftsschicht: das Bürgertum, das seinen Reichtum mit Backsteinhäusern statt der üblichen Holzhäuser zeigte. Die Kaufleute waren im wörtlichen Sinn "steinreich".

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 6/2021 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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