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An der großen Festtafel werden zum Abschluss der Ausstellung auch Maden als Proteinspender "serviert". Foto: Kathrin Iselt-Segert

Was haben wir im Jahr 2050 auf dem Teller? Liegen kross gebratene Grillen und Seidenspinnerraupen neben den Pommes oder in der Petrischale gezüchtetes Fleisch? Es gibt kaum ein Thema, zu dem jeder einen so persönlichen Bezug hat und das zugleich so hochpolitisch ist, wie das Essen. Die Aufklärung über Lebensmittel steht auch im Mittelpunkt der Arbeit der LandFrauen. Die aktuelle Sonderausstellung "Future Food – Essen für die Welt von morgen" im Deutschen Hygienemuseum in Dresden konfrontiert die Besucher mit einer der größten Herausforderungen unserer Zeit: der künftigen Ernährung. Dabei kommt von den globalen Verteilungskämpfen bis hin zu aktuellen Foodtrends alles auf den Tisch.

"Uns war klar, dass diese Ausstellung sinnlich, privat und politisch zugleich ist. Unser Ansatz war, das Konkrete sichtbar zu machen", erklärt Bettina Beer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kuratoriums. So präsentiert "Future Food" in allen drei Ausstellungskapiteln – Gewächshaus, Logistikzentrum und Supermarkt – neben großen Infografiken und musealen Exponaten interaktive Medien, Videoinstallationen, wissenschaftliche Prototypen sowie künstlerische Positionen.

Bevor dem Besucher im ersten Kapitel der Schau verschiedene Zukunftsszenarien der Lebensmittelproduktion zwischen Feld und Labor vorgestellt werden, betritt er zunächst ein Partyzelt. Die leeren Gläser und die Teller mit Speiseresten sind noch nicht abgeräumt. Könnte die Party in der Welt von morgen ganz zu Ende sein? 2050 wird die Weltbevölkerung geschätzt auf über neun Milliarden Menschen angewachsen sein, schon heute beträgt die Zahl der unterernährten Menschen 822 Millionen, während in den Industrieländern jährlich 222 Mio. t Lebensmittel entsorgt werden. Auf großen Infotafeln und am Beispiel einzelner Exponate wird gezeigt, dass die Ressourcen schwinden und durch den Klimawandel ernst zu nehmende Konsequenzen drohen. Und es wird klar: Die Vorschläge für eine Lebensmittelproduktion der Zukunft sind grundverschieden. Spitzentechnologie und spezialisiertes Wissen scheinen dabei einem ganzheitlichen Denken und Forderungen nach mehr Naturnähe gegenüberzustehen. Wo aber liegt die Lösung? "Die Ausstellung sollte bewusst hypothetisch sein", betont Bettina Beer. Fertige Antworten gebe es nicht. Die Exposition solle vielmehr Lust darauf machen, sich mit der Zukunft des Essens zu beschäftigen und eine eigene Meinung zu bilden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 42/2020 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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