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In Corona-Zeiten zeigen auch die Männer neue Talente, denn Ehemann Olaf machte über Ostern diese tolle Aufnahme von Claudia Jürgensen im Garten auf dem Hof in Friedrichsau. Foto: Olaf Jürgensen

25 bis 30 % beträgt derzeit der Anteil der Frauen in der Kommunalpolitik. "Zu wenig", findet der LandFrauenverband Schleswig-Holstein. Mit Veranstaltungen, bei denen Politikerinnen und Frauen aus führenden Positionen in Verwaltung und Wirtschaft zu Wort kommen, will er Frauen motivieren, sich einzubringen. Eine LandFrau, die das dazu bewegt hat, in der Lokalpolitik mitzumischen, ist die Vizepräsidentin des LandFrauenverbandes, Claudia Jürgensen.

Sie sind seit Kurzem zweite Vorsitzende der Freien Wählergemeinschaft Jübek. Was gab für Sie den Anstoß zu kandidieren?

Claudia Jürgensen: Tatsächlich die aktuelle LandFrauenarbeit und die Veranstaltung "Frauen und Macht" im Februar in Rendsburg. Dort kam ich unter anderem mit Karola Schneider, der stellvertretenden Vorsitzenden des Landesfrauenrats Schleswig-Holstein, ins Gespräch. Es ging darum, wie wir es schaffen, die Frauen zu motivieren, in die Gemeinderäte zu kommen. Und ein Punkt, an dem wir selber ansetzen können, ist es, im Vorstand der Parteien oder der Wählervereinigungen mitzuwirken, damit auch Frauen auf die Listen kommen. Das hat mich viel beschäftigt und ist mir im Kopf herumgegangen, just ein paar Tage vor der Jahreshauptversammlung der Wählergemeinschaft Jübek.

Und dort sind Sie einfach hingegangen und haben für den Vorstand kandidiert?

Nein, ich habe erst vorgefühlt. Ich bin nicht in der aktiven Fraktion und dort wird vor der Jahreshauptversammlung natürlich besprochen, wie sich der Vorstand aufstellen möchte. Die Chancen standen aber gut, weil eine Verjüngung bevorstand und fast der gesamte Vorstand neu zu wählen war. Ich habe mich dann vor dem Abend beim Bürgermeister gemeldet, der Mitglied der Freien Wählergemeinschaft ist, und gefragt, ob denn schon eine Frau unter den neuen Kandidaten sei.

Und war schon eine Frau dabei?

Ja, eine. Es war ganz interessant, mit dem Bürgermeister darüber zu reden, denn er beklagte, dass es beim Aufstellen der Listen für die Gemeinderatswahl oft schwierig sei, Frauen dafür zu finden. Ich habe ihm gesagt, dass Frauen im Vorstand der Wählervereinigung vielleicht mit ihren Kontakten helfen könnten, und dann gleich die Frage hinterhergeschoben, ob es eine große Katastrophe wäre, wenn ich an diesem Abend einfach zur Jahreshauptversammlung käme und mich zur Wahl stellte.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 16/2020 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

 

 

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