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Der Kinkenboom wird in der Adventszeit gern ins Fenster gestellt. Fotos: Kerstin Limbrecht-Ecklundt

Kinkentüch aus Keramik für den Kinkenboom gestalteten die Jungen LandFrauen Nordfriesland in der Vorweihnachtszeit und ließen damit eine alte Tradition neu aufleben. Aber was ist das überhaupt?

Der Kinkenboom ist ein Stück typisch nordfriesische Tradition. Ein flaches, drei- oder vierarmiges Holzgestell wird mit Buchs, Trockenobst, Rosinenkette, Äpfeln und eben dem Kinkentüch dekoriert. Die Jungen LandFrauen entwarfen und gestalteten die Figuren aus Keramik.

Normalerweise wird das Kinkentüch jedes Jahr aufwendig gebacken und bemalt. Um nun für jedes Jahr schönes Kinkentüch für seinen Kinkenboom zu haben, wurde es nun an zwei Abenden aus Töpferton hergestellt, gebrannt und lackiert. Gastgeberinnen der beiden Abende waren Janina Martensen und Kerstin Limbrecht-Ecklundt. Beide sind im Internet zu finden unter Fru-mpunkt.de beziehungsweise unter jannesschwester.­de

Das Kinkentüch zeigt, wie sich christliche und nichtchristliche Bräuche vermischen können. Neben Adam und Eva werden zumeist ein Fisch, ein Boot, eine Kuh, ein Schwein, ein Pferd, ein Hahn, eine Mühle oder auch ein Schaf gebacken. Auch Figuren, die einen Bauern oder eine Bäuerin darstellen, können am Kinkenboom aufgehängt werden. Die Auswahl und Reihenfolge im Baum ist nicht festgelegt, nur Adam und Eva stehen in aller Regel unten in der Mitte. Sie sind Sinnbilder für Fruchtbarkeit, Glück, Stärke und ein positiv verlaufendes neues Jahr in allen wichtigen Lebensbereichen wie Landwirtschaft, Fisch­fang oder Familie.

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