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Die Diplom-Ökotrophologin Renate Frank erklärte den LandFrauen in Schmalfeld, was es mit alten Hausmitteln auf sich hat, wie und wo sie wirken und wo nicht. Foto: Silvie Domann

Nelke gegen Zahnweh, Wadenwickel bei Fieber – die Liste von Großmutters Hausmitteln ist lang, fast jeder kennt eines und wendet es an. Doch wirkt es? Auch Haus- und Naturheilmittel können Nebenwirkungen haben und sogar schädlich sein. Wie bei Arzneimitteln sind hier ebenfalls richtige Indikation, Dosierung und Anwendungsform angesagt. Einen Vortrag zu diesem Thema hörten nun etwa 40 LandFrauen in ­Schmalfeld, Kreis Segeberg. Der Ortsverein hatte vor Corona-Zeiten die Diplom-Ökotrophologin Renate Frank zu einem Gesundheitsvortrag ­eingeladen.

Doch was wusste Oma nun und was nicht? Vermutlich wird sie beim Einsatz von Hausmitteln eine Linderung von Symptomen beobachtet, aber nichts über den Wirkmechanismus gekannt haben. Den erforschen Wissenschaftler noch heute. Renate Frank stellte einige Forschungsergebnisse vor und räumte mit Mythen und falsch angewendeten Naturheilmitteln auf. Außerdem hatte sie zu vielen Krankheiten natürliche Behandlungsalternativen parat.

"Eine Erkältung kommt nicht von Kälte. Sie ist eine Infektion der oberen Luftwege, die durch Übertragung von Viren und Bakterien von Mensch zu Mensch entsteht", erklärte die Fachfrau. Ebenso sei falsch, dass Ingwertee, täglich getrunken, einer Erkältung vorbeugen könne. "Ingwer wirkt nicht entzündungshemmend oder immunstärkend, sondern blutverdünnend", erläuterte die Autorin. Er könne der Entstehung von Thrombose und Schlaganfall vorbeugen, dürfe daher nicht von Menschen getrunken werden, die Blutverdünner nehmen.

Wichtig in der Erkältungszeit seien ein intaktes Immunsystem und eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C in Form von Obst. Vitamin-C-Tabletten bewirkten dagegen gar nichts, weil der Wirkstoff so nicht in die Körperzellen gelange. Sei der Infekt da, helfe eine Mischung aus schwarzem Tee, Holunderbeersaft und Honig, jedoch nicht zu heiß, da sich Vitamin C und Honig oberhalb von 40 °C zersetzen.

Und auch die beliebte Hühnersuppe habe ihre Berechtigung, denn Hühnerfleisch enthalte das Eiweiß Cystein, das entzündungshemmend wirke. Allerdings müsse die Suppe richtig zubereitet werden: Ein ganzes Huhn wird in kaltem Wasser aufgesetzt und langsam erhitzt. Sobald die Suppe kocht, bei 75 bis 90 °C ohne Deckel gar ziehen lassen. Der Sud dürfe nicht aufwallen, sonst würden die Eiweißstoffe zerstört, erläuterte Frank.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 14/2020 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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