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Das Thema interessierte mehr als 100 LandFrauen. Foto: Jennifer Ruske

Es war eine hochkarätige Runde, die der LandFrauenverband Schleswig-Holstein zu seiner dritten Veranstaltung der Reihe "Frauen in Gremien" aufgeboten hatte. Sechs Frauen, die hohe Positionen in der Öffentlichkeit innehaben, kamen im Hohen Arsenal in Rendsburg zu Wort, um über "Frauen und Macht" zu sprechen – ein Thema, das mehr als 100 LandFrauen interessierte.

Frauen und Macht sei ein hochaktuelles Thema, erklärte Ulrike Röhr, Präsidentin des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein. Die dritte Talkrunde der Reihe "Frauen in Gremien" sollte dieses besondere Spannungsverhältnis näher beleuchten. Dazu hatten die LandFrauen eine Reihe von Frauen in besonderen Positionen eingeladen, die ihre persönliche Vita vorstellten und gemeinsam über Herausforderungen diskutierten: Uta Fölster, Präsidentin des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, ihre Amtskollegin aus Niedersachsen, Justizministerin Barbara Havlitza (CDU), die Landesvorsitzende der SPD und Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli, Marlies Fritzen, Landtagsabgeordnete der Grünen, sowie Ulrike Dotzer, Fernsehredakteurin und Leiterin der Abteilung Arte des NDR.

Wer nun – gemessen an den Karrieren der Damen – einen abgehobenen Vortrag erwartet hatte, wurde enttäuscht: Mit ihrer authentischen und humorvollen Art begeisterten die Rednerinnen die Zuhörerinnen (und die drei Zuhörer). Auch sparten sie nicht an persönlichen Anekdoten. Etwa Uta Fölster, die sich sehr über die Einladung zum Talk gefreut hat, denn sie stecke mitten im Umzug und freue sich, einen Abend den Kisten zu entfliehen: "Das Auspacken macht jetzt hoffentlich mein Mann." Dass Paare gleichberechtigt mit anfassen, kenne sie von ihren Eltern. Dennoch sei es für ihren Vater unvorstellbar gewesen, dass die Tochter Jura studieren wollte. Doch Fölster setzte sich durch und ergatterte sich mit Kompetenz und Können ("das schadet nie") sowie dem Talent, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, ihren Traumjob. "Man darf keine Angst vor Entscheidungen haben und muss seine Gestaltungsspielräume nutzen", erklärte sie ihr Verständnis von Macht. Fölster ermutigte Frauen, ihre Angst, nicht gut genug für eine Position zu sein, zu vergessen und einfach mal zu machen. "Ich wünsche mir Frauen mit Selbstbewusstsein! Wir haben ob unserer guten Ausbildung doch allen Grund dazu", sagte sie. Und wenn das nicht reiche, helfe Kompetenzsimulation: "Das müssen wir dringend lernen." Ins gleiche Horn stieß Marlies Fritzen: "Wir dürfen uns nicht von Titeln und Positionen beeindrucken und entmutigen lassen. Wir müssen als Frau die vergleichende Brille abnehmen und schauen, was an Können in uns steckt – und dann loslegen", erklärte sie.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 07/2020 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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