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Kreisvorsitzende aus ganz Deutschland kamen zum Demokratieseminar zusammen.

Die Kreisvorsitzende Iris Brücker (li.) und Anne Schmaljohann (r.) beim Seminar in Berlin mit der Präsidentin des dlv, Petra Bentkämper. Fotos: dlv

Wie reagieren wir auf Rechtsextremismus und menschenfeindliches Verhalten? Muss ich mit den Rechten reden? Wie kann ich ausländerfeindliche oder sexistische Sprüche angemessen kontern? Welche Wertvorstellungen habe ich selbst? Der Deutsche LandFrauenverband (dlv) beschäftigt sich seit 2019 intensiv mit dem Thema Demokratie und hat dazu bereits Forderungen an die Politik formuliert. Im Herbst wurde diese Arbeit fortgesetzt. Auch LandFrauen aus Schleswig-Holstein nahmen daran teil.

"Ich wollte das Seminar für Kreisvorsitzende aus allen Bundesländern schon immer gern besuchen", so Anne Schmaljohann aus dem Herzogtum Lauenburg. In einer Zeit, das vom Thema Corona bestimmt sei, habe sie es als besonders wichtig empfunden, auch andere Themen nicht aus den Augen zu verlieren, so die Kreisvorsitzende.

Beim Seminar "Gut argumentiert - heute Demokratie für morgen festigen" habe sich für sie gezeigt, dass es auch für die Vereine wichtig sei, sich zum Beispiel nicht von der AfD unterwandern zu lassen. Denn dieses Thema sei allgegenwärtig, so die LandFrau aus Bälau. Sie kenne aus einem Nachbarkreis ein Beispiel, bei dem eine AfD-Politikerin in einer öffentlichen Diskussion zur Situation der Hebammen Unterstützung für das Anliegen der LandFrauen anbot. "Und schon ist man mit ihnen auf einem Treppchen", so Schmaljohann. Den LandFrauen habe in diesem Fall geholfen, standhaft zu bleiben und sich klar zu distanzieren. Sie habe dazu im Seminar auch gelernt, dass man keinesfalls verpflichtet sei, demokratiefeindlichen Parteien Gehör zu verschaffen.

Wie aber können Vereine mit rechten Strömungen umgehen und wie positionieren sie sich selbst? Dazu gaben die Referenten Dr. Christian Boeser-Schnebel und Florian Wenzel in praxisbezogenen Coachingrunden wichtige Tipps und Anregungen. So lernten die Teilnehmerinnen zum Beispiel das Wertequadrat kennen, um eine Linie für ihre Arbeit zu entwickeln. Dabei komme es zunächst darauf an, eigene Wertvorstellungen zu benennen und diese dann zum Beispiel mit gegenteiligen Positionen in Beziehung zu setzen, erklärt die Seminarteilnehmerin aus Schleswig-Holstein, die zusammen mit Iris Brücker, Kreisvorsitzende in Rendsburg-Eckernförde, in Berlin war.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 46/2020 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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