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Dem digitalen Bäuerinnenforum zugeschaltet waren (v. li. oben): die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Petra Bentkämper, der Geschäftsführer der Bayer CropScience Deutschland GmbH, Peter Müller, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), Jungbäuerin Magdalena Zelder, der Leiter der Stabsstelle Klima und Boden des Thünen-Instituts, Bernhard Osterburg, und Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU). Screenshots: Silvie Domann; Collage: Dierk Paasch

Beim Bäuerinnenforum, das coronabedingt digital am Wochenende im Rahmen der Internationalen Grünen Woche stattfand, konnten LandFrauen, Bäuerinnen und Interessierte sich über die Farm-to-Fork-Strategie informieren und mit Fachleuten diskutieren.

Die Europäische Union soll bis 2050 klimaneutral sein. Das ist das hehre Ziel des Green New Deal, den die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen (CDU), 2019 angekündigt hat. Ein Aspekt dieses Versprechens ist die Farm-to-Fork-Strategie – frei übersetzt: vom Hof auf den Teller –, die sich auf die gesamte Lebensmittelkette von der Landwirtschaft über die Lebensmittelindustrie und den Handel bis hin zu den Verbrauchern bezieht. Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, führte beim Bäuerinnenforum in das Thema ein.

Grußworte gab es von Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung. Sie warb unter anderem für eine Landfrauenstudie, die derzeit durchgeführt wird. Eine bundesweite Befragung soll aktuelle Daten zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben liefern. Noch bis Ende Februar können LandFrauen an der Studie teilnehmen (Link unten).

Den ersten Teil des Bäuerinnenforums bildeten zwei Impulsvorträge. Bernhard Osterburg, Leiter der Stabsstellen Klima und Boden des Thünen-Institutes in Braunschweig, gab einen Überblick über die Ziele des grünen Deals, zum Beispiel für eine schadstofffreie Umwelt oder die Versorgung mit sauberer, erschwinglicher und sicherer Energie, bevor er ausführlich die Ideen der Farm-to-Fork-Strategie (F2F-Strategie) erläuterte. Neben einer Reduzierung der Pflanzenschutzmittel, des Nährstoffüberschusses (N und P) sowie der Antibiotika für Nutztiere und Aquakulturen um die Hälfte sollen bis 2030 20 % weniger Düngemittel ausgebracht werden.

Ebenso werden verbessertes Tierwohl, eine gesunde und nachhaltige Ernährung sowie die Nachhaltigkeit der Lebensmittelsysteme angestrebt. Ein weiterer Punkt ist die Ausweitung des ökologischen Landbaus auf 25 % der landwirtschaftlichen Fläche. Zusätzlich soll im Zuge der Biodiversitätsstrategie 2030 ein Zehntel der landwirtschaftlichen Fläche umgestaltet werden. Für Osterburg sind das zum einen sehr ambitionierte Ziele, zum anderen vermisse er konkrete Angaben zu Basis, Zielindikatoren und Aufteilung innerhalb der EU-Staaten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 3/2021 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

Den Link zur bundesweiten Befragung zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben finden Sie hier.

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