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Ben darf als Besucherkind Hoftrac fahren. Björn erklärt seinem Freund, wie es geht. Björns Vater, Landwirt Ingo Eschenbüscher, hat die beiden im Blick. Foto: Rebecca Kopf/wf

Was Landwirtsfamilien meist selbstverständlich finden, ist für viele Kinder, die nicht aus der Landwirtschaft kommen, etwas Besonderes. Sie wollen am liebsten jeden Tag bei ihren Freunden auf dem Bauernhof sein. Woher rührt diese magnetische Wirkung der Bauernhöfe auf Nichtbauernhofkinder?

Trampolinspringen und Toben machen durstig. Sonja Eschenbüscher trägt ein Tablett mit Gläsern, Selter und Saft zum Gartentisch. Femke (12), Henning (7), Marlon (7), Björn (10) und Ben (10) bedienen sich. Die dreifache Mutter stellt noch eine Schale auf den Tisch. "Hier ist etwas zum Naschen für euch", sagt die 42-Jährige und lacht.

Für Sonja und Ingo Eschenbüscher ist es wie für die meisten Landwirte völlig normal, dass fast jeden Tag "Full House" auf ihrem Betrieb ist. Ihre drei Kinder Henning, Björn und Femke haben öfter Besuch von den Freunden, die meistens nicht vom Hof kommen, als sie woanders zum Spielen hinfahren. "Wenn wir uns in der Schule verabreden und fragen, wer zu wem kommt, ist meistens klar: zu uns auf den Hof", erzählt Femke. Auch Henning und sein Freund Marlon sowie Björn und Ben klären das mit dem Besuchen schnell und unkompliziert. "Ich rufe Björn an und frage, ob wir spielen wollen, und fahre zu ihm", berichtet Ben, "bei Björn ist es cool, da sind Tiere und Trecker."

Genau wie Ben verbringt auch Marlon lieber den Tag bei Eschenbüschers als zu Hause. Zwar hat der Siebenjährige aus Thüle beispielsweise einen großen Swimmingpool und kann in einem großen Garten spielen. Doch für ihn ist es selbstverständlich, dass er zu seinem Kumpel Henning fährt. "Henning ist mein bester Freund", sagt der Erstklässler.

Woher rührt die Faszination von Nichtbauernkindern durch Landwirtschaft, und warum hat das auch noch einen positiven Effekt? Letzteres beantworten allerhand Studien. Aus der sogenannten Bauernhofstudie beispielsweise ist bekannt, dass Bauernhofluft gesund hält. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass eine Extraportion Dreck, wie er nun mal auf den Höfen vorkommt, gut für das Immunsystem ist. Außerdem ist belegt, dass Kinder, die regelmäßig Kontakt mit Kühen und anderen Tieren auf einem Bauernhof haben, ein deutlich reduziertes Risiko aufweisen, an Asthma, Allergien und Heuschnupfen zu erkranken.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 37/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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