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Hochkopiert geht es leichter: Sevanja Söhl versucht, das Sudoku aus Bauernblattausgabe 02 zu lösen. Aber Achtung: Hier stimmt schon etwas nicht! Kriegen Sie es raus? Foto: Tonio Keller

Früher gab es als Rätselform in Zeitschriften kaum etwas anderes als Kreuzworträtsel. Dann eroberte das Sudoku Europa und die ganze Welt, und zwar im Sturm. Man glaubt es kaum: Das ist erst rund 15 Jahre her! Was die Faszination des Sudoku ausmacht und ob es wirklich aus Japan stammt, dazu fand ein Telefongespräch mit Volker Lanatowitz von Rätsel-Krüger statt. Die Firma in Lübeck erstellt auch die Rätsel für das Bauernblatt.

Jetzt, wo viele Menschen erzwungenerweise mehr Zeit und Muße haben, ist da nicht Hochkonjunktur für Rätsel? "Wir haben permanent gut zu tun, derzeit etwas mehr als sonst, aber nicht so extrem, wie man vermuten könnte", sagt Volker Lanatowitz. "Viele Zeitschriften haben für Rätsel eine feste Strecke. Sie können natürlich etwas dazubestellen, aber das geschieht nur vereinzelt. Auch bei Rästelbüchern, die der Kunde bewusst kaufen muss, ist die Nachfrage nicht so richtig höher. Wir haben keine belastbaren Daten, ob zu Corona-Zeiten wirklich mehr gerätselt wird."

Aber einen festen Stamm der Rätselfreunde gibt es natürlich – und Lanatowitz gehört selbst dazu. Eine besondere Vorliebe teilt er mit dem Bauernblatt-Reporter: Sudokus. Und um die soll es bei dem Telefoninterview gehen.

Je schwerer, desto besser, findet der Rätselmacher. Wobei das eine individuelle Grenze habe. Gelingt die Lösung gar nicht, frustriert das, und das Heft wird weggelegt. Ist das Rätsel aber zu leicht, wird es langweilig. "Es ist dann ein bloßes Ausfüllen", meint Lanatowitz. Sudokus werden von den Machern in Schwierigkeitsstufen von eins bis fünf eingeteilt. "Die für das Bauernblatt haben Stufe zwei", sagt er auf Nachfrage.

Wie aber werden Sudokus erstellt? Heutzutage macht das natürlich der Computer – aber nach welchem Prinzip? Immerhin gab es Sudokus schon vor den Computern. Man kann allerdings bei der Erstellung nicht einfach beliebig Zahlen hineinschreiben. Selbst wenn man dabei die Regeln beachtet, wird man über kurz oder lang an Widersprüchen scheitern. Wer könnte das Verfahren besser erklären als der Rätselmacher? Keineswegs! "Das ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich wüsste nicht, wie ich da vorgehen sollte", gesteht Lanatowitz freimütig. Es wäre dies quasi ein Rätsel für Rätselmacher.

Doch was ihn beim Lösen fasziniert, das kann er anschaulich erklären: "Es wird kein Wissen abgefragt wie bei einem Wörterrätsel. Es ist rein logisches Denken. Der Kopf wird bewegt, ganz abstrakt, ohne dass man sich über etwas Gedanken macht, das es in der Welt gibt." Einfaches Gegenbeispiel: "Kreuzworträtsel: Lebensbund mit drei Buchstaben – Ehe. Da kommen sofort Bilder auf: die eigene oder eine andere Ehe, eine Scheidung oder ein verlorener Ehering." Es können auch freudige Assoziationen sein: Feuerstelle mit fünf Buchstaben – Kamin. Wie auch immer: Ein Zahlenrätsel ist völlig frei davon, und das kann entspannen, die Gedanken weg von alltäglichen Themen rücken.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 3/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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