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Klaus Bregas ist Pastor im Ruhestand und Kapitänleutnant der Reserve. Hier steht er am Ehrenmal für die Opfer von Krieg und Gewalt am Schleswiger Rosengarten. Foto: Silke Bromm-Krieger

Klaus Bregas aus Schleswig ist seit 2008 ehrenamtlich beim Verein Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aktiv. Für sein Engagement wurde er im vorigen Jahr mit der Ehrenurkunde der Stadt Schleswig und der Verdienstnadel des Volksbundes in Bronze geehrt. Hier berichtet der 79-Jährige über seine weltweiten Arbeitseinsätze.

In all den Jahren sei ihm ein Ereignis in besonderer Erinnerung geblieben. Bei einem Arbeitseinsatz, der den Kapitänleutnant der Reserve mit anderen Reservisten nach Luxemburg führte, stand am Ende die obligatorische Kranzniederlegung an der Kriegsgräberstätte auf dem Plan. Es war vorgesehen, dass Bregas, der Pastor im Ruhestand ist, ein paar Gedenkworte sprechen sollte – wie schon so oft zuvor. Doch dieses Mal war es anders. "Jemand kam auf mich zu und überreichte mir einen Umschlag. Als ich ihn öffnete, sah ich, dass sich darin Handknochen befanden", blickt er zurück.

Was war geschehen? Schon Jahrzehnte zuvor waren aus Wrackteilen eines abgestürzten Kriegsflugzeuges Gebeine geborgen und einer bestimmten Person zugeordnet worden. Sie fanden auf der Kriegsgräberstätte ihre letzte Ruhe. Erheblich später wurden jedoch weitere Flugzeugteile entdeckt. Am Steuerknüppel der Maschine fand man Überreste der Hände des Piloten. Diese sollten nun bei den anderen Gebeinen des Verstorbenen bestattet werden. "Leider war es nicht mehr möglich, Angehörige des Mannes zu ermitteln oder zu benachrichtigen. Mit meinen Kameraden führte ich also die Beerdigung durch", berichtet Bregas und zeigt einige Fotos von der Zeremonie. An einem schlichten Kreuz auf dem Gelände wurden die Knochen im würdevollen Rahmen beigesetzt und ein Trauerkranz auf das Grab gelegt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 45/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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