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Rund um die Uhr dreht sich das Wasserrad der Schafflunder Mühle und produziert Strom, der im Mühlengehäuse-Ensemble genutzt wird. Foto: Silvie Domann

Ungewohnt ist der Anblick des sich drehenden Wasserrades. Denn in der Regel stehen Wasserräder still und werden allenfalls zum Schaumahlen an Aktionstagen in Bewegung gesetzt. Nicht so in Schafflund im westlichen Kreis Schleswig-Flensburg. Dort wird seit 1995 mit Wasserkraft Strom produziert.

"Wassermühle" steht auf einem Schild an der Hauptstraße in Schafflund. Folgt man ihm, wird der Mühlendamm immer schmaler und spaltet sich auf: links ein Wegweiser zum Naturlehrpfad, rechts fehlt ein Hinweis. Also ist Lauschen angesagt. Und wirklich, ein leises Rauschen ist zu hören. Nach etwa 300 m kommt die Schafflunder Wassermühle in Sicht.

Die einzige Furt

Die Jahreszahl 1789 prangt am Mühlenhauptgebäude, doch bereits im 14. Jahrhundert gab es eine Wassermühle im Schafflunder Ortskern. "Hier war die einzige Furt weit und breit im Mühlenstrom", erklärt Uwe Martensen, Spartenleiter Wassermühle im Bürgerverein. Außerdem herrschte Mühlenzwang: Jeder Bauer im Umkreis von 15 km musste sein Getreide in Schafflund mahlen lassen. Bis 1961, da wurde die Mühle stillgelegt und für einige Zeit in einem Nebengebäude per Strom Korn gemahlen.

Um das historische Industriebauwerk nicht verfallen zu lassen, gründete sich 1986 der Schafflunder Wassermühlenverein. Etwa zehn Aktive kümmerten sich um das Mühlengebäude, erneuerten die Wasserführung und installierten 1988 ein neues Wasserrad. Ein Jahr später wurden in Eigenarbeit Trapezbleche, die zum Schutz der Hauswand angebracht worden waren, gegen eine historische Holzverschalung ausgewechselt und eine Überdachung gebaut.

Der beste Nutzen

Doch was anfangen mit solch einem Schmuckstück? Da der Mühlenstrom rund um die Uhr fließt, kam den Mitgliedern, vor allem Johannes Boob, die Idee, Strom zu erzeugen. Die Mühlenbesitzer hatten nichts dagegen, und so wurde nach einem geeigneten Wasserrad gesucht, denn mit dem alten war das nicht möglich.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 11/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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