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Siegfried Thurau fuhr mit dem Schwingsiebroder die Pflanzenreihen ab. Die Grundschüler sammelten fleißig ein. Foto: Sabine Kolz

Immer im September feiert die Gemeinde Hohenlockstedt, Kreis Steinburg, die Pellkartoffeltage mit ihren Majestäten, mit der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln Hohenlockstedt und vielen Aktivitäten. In diesem Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie alles anders.

"Wir wollten aber nicht alles ausfallen lassen und konnten mit der Grundschule Hohenlockstedt eine Ernteaktion durchführen", freute sich Organisatorin Sonja Weingang.

Die Schüler der Klasse 3a waren mit ihren Lehrkräften Kathrin Zint und Andreas Sulzmaier auf den Hof von Wolfgang Schierbecker gekommen, um die von ihm im Frühjahr gesetzten Kartoffeln zu ernten. Insgesamt hatte der Kartoffelbauer zwölf Sorten für die Kids vorbereitet, darunter solche Exoten wie die rotfleischige ,Rote Emelie', die dunkelgescheckte ,Black Princess' oder die ,Patates Mexicanas'. Die Aktion wurde von der amtierenden Pellkartoffelprinzessin Emelie Soltau, der Vorsitzenden des LandFrauenvereins Hohenlockstedt und Umgebung, Elisabeth Manthey, und Hohenlockstedts Bürgermeister Wolfgang Wein begleitet. Bevor es an die Arbeit ging, machte Wein den Schülern klar: "Pommes und Chips wachsen nicht in der Tüte!"

Siegfried Thurau von der Erzeugergemeinschaft half mit dem Schwingsiebroder und holte die Kartoffeln aus dem Erdreich, die Schüler sammelten dann die Erdäpfel in die vorbereiteten Körbe. Bevor die nächste Sorte an die Reihe kam, wurden die Kartoffeln in große Säcke umgefüllt, sodass am Ende pro Sorte zirka 50 kg Kartoffeln gesammelt waren. Die Säcke werden auf dem Hof Schierbecker eingelagert, und die Klasse kann sich für Kochaktionen eigenständig aus ihrer Ernte bedienen.

In der Erzeugergemeinschaft für Qualitätskartoffeln Hohenlockstedt sind elf aktive Landwirte mit etwa 120 ha Kartoffelanbaufläche organisiert. Den Vorsitz hat Wolfgang Schierbecker, der in diesem Jahr mit einer guten Ernte rechnet. "Ich habe beregnet und hatte mit der Trockenheit keine Probleme, Siegfried Thurau hat nicht beregnet, und auch bei ihm sieht es gut aus", erklärte er. Er geht von einem Ertrag von 400 bis 450 dz mit durchweg sehr guter Qualität aus. "Ich glaube, die Pflanzzeit macht es dieses Jahr aus. Wer spät gesetzt hat, hat die trockene Zeit voll abbekommen."

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