Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

In Rickling bei Bad Segeberg wurde 2020 in der Alten Schule der bisher größte MarktTreff eröffnet. Li. Bürgermeister Keno Jantzen, r. Jessica Wölm vom Quartiersmanagement der Diakonie Altholstein, das seinen Sitz im Gebäude hat. Foto: ews

"Weiter auf Erfolgskurs in diesem schwierigen Jahr": Das trifft auf die MarktTreffs in Schleswig-Holstein zu, auch wenn die angeschlossenen gastronomischen Einrichtungen schwer unter den Corona-Lockdowns zu leiden hatten. Ja, die MarktTreffs erweisen sich sogar als Stabilitätsfaktoren im sozialen Leben auf dem Lande. So lautete das allgemeine Fazit bei der Beiratskonferenz der MarktTreffs, die Ende des Jahres 2020 per Videoschaltung abgehalten wurde.

"Menschen übernehmen vor Ort Verantwortung und entwickeln Ideen. Die MarktTreffs haben sich in Corona-Zeiten sehr bewährt", sagte Dr. Sabine Sütterlin-Waack (CDU), die als Innenministerin von Schleswig-Holstein den Vorsitz der Beiratssitzung innehatte.

28 Institutionen bilden derzeit den Beirat der MarktTreffs- vom Heimatbund über die Volkshochschulen, den Büchereiverband, die Diakonie und die Arbeiterwohlfahrt, die Handelskammer oder den Landesfeuerwehrverband bis zum Genossenschaftsverband, und auch der Bauernverband Schleswig-Holstein, der LandFrauen- und der Landjugendverband und nicht zuletzt das Bauernblatt haben einen Sitz im Beirat. Für die Lebenshilfe als 28. Mitglied unterzeichnete Alexandra Arnold den Kooperationsvertrag – synchron mit der Ministerin im jeweiligen Büro. "MarktTreffs sind bereits ein inklusives Angebot, der Grundgedanke der Inklusion ist im Konzept verankert", erklärte Arnold.

Im Jahr 2020 wurden drei neue MarktTreffs eröffnet: Im Januar wurde auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin der Vertrag für Haale im südlichen Kreis Rendsburg-Eckernförde unterzeichnet. Das Modell der Bürgergenossenschaft ermöglichte dort den Erhalt des bisherigen Dorfladens. Im September eröffnete in der Alten Schule in Rickling bei Bad Segeberg der bisher größte MarktTreff seine Türen. Das Gebäude der ehemaligen Haupt- beziehungsweise Regionalschule hatte seit 2013 leer gestanden, die Gemeinde kaufte es vom Schulverband.

Zunächst war mit 1 Mio. € Finanzbedarf kalkuliert worden, wovon das Land Schleswig-Holstein mit EU-Mitteln 750.000 € übernehmen wollte. Heute liegen die Gesamtkosten bei 2,3 Mio. €, die geschultert werden müssen, ohne dass die Fördersumme steigen konnte. Unerwartete Bauschäden und steigende Preise waren die Ursache. Schließlich entstand in Wewelsfleth im Kreis Steinburg ein weiterer MarktTreff, damit gibt es allein in der Wilstermarsch drei Standorte.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 1/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

 

 

nach oben