Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

"Eine wie keine" – so hat Peter Bergmann seine engelhafte Frauenfigur genannt. Sie steht in Bissee am Eingang zur Hofscheune. Mit ihren ausgebreiteten Flügeln ist sie bereit, einen in die Arme zu nehmen. Momentan noch schwierig aufgrund coronabedingter Kontaktbeschränkungen. Foto: Iris Jaeger

Bissee ohne Skulpturensommer? Undenkbar. "Auch wenn im vergangenen Jahr der Skulpturensommer Corona zum Opfer fiel, war uns nach anfänglicher Skepsis klar, dass wir weitermachen wollen", erklärt Karin Russ, Vorsitzende des Vereins Skulpturen in Bissee. Bestärkt wurde der Entschluss durch die Bisseer selbst, "die es ohne ihre Skulpturen nicht aushalten", ergänzt Vereinsmitglied Markus Sander. Somit sind dieses Jahr wieder auf den Höfen, Grundstücken und in den Gärten der Gemeinde Werke zu sehen. 21 Künstler präsentieren bis zum 17. Oktober 35 Arbeiten zum Thema "Körper".

Ein hochspannendes Thema, findet Markus Sander, denn es lasse eine Fülle von Assoziationen zu. Bei Körper denke man zuerst an Physik, Biologie, Philosophie und mitunter an Geschichte. Die Künstler wiederum, die sich am Bisseer Skulpturensommer beteiligen, haben mitunter ganz andere Vorstellungen von Körpern und die sind nun bei einem Spaziergang durch das Dorf in der für Schleswig-Holstein einzigartigen offenen Landschaftsgalerie zu sehen. "Da sind Dinge enstanden, mit denen man nicht gerechnet hat, bei denen man erst einmal nachdenken muss und sich fragt: Was hat das mit Körper zu tun?", erklärt Markus Sander. Die Frage sei durchaus berechtigt und gewollt, trage sie doch zur Auseinandersetzung mit den Ideen der Künstlern bei und rege zu Diskussionen an. Für das Publikum sei es gut, wenn mit dem Thema eine Art roter Faden da ist, denn es erschließt sich beim Abgehen nicht so ohne Weiteres.

Entstanden ist die Themenidee bereits im Winter 2019, als von Corona noch keine Rede war. "Wir freuen uns vor allem sehr darüber, wie die Einwohner von Bissee hinter dieser Veranstaltung stehen. Es sind sogar Bewohner aus dem westlichen Gemeindegebiet an uns herangetreten und haben gesagt, dass sie immer zu kurz kämen und ebenfalls Werke in ihren Vorgärten haben möchten", berichtet Karin Russ, "somit hat unsere Arbeit einen Sinn." Dem Vorschlag entsprechend hat nun unter anderem zum Beispiel die "Surfende" von Thomas Helbig ihren Weg zu einem Grundstück im Westen von Bissee gefunden.

Bereits am Ortseingang wartet mit den "Tratschfrauen" von Vera Reschke im kleinen Pappelwäldchen ein erster Blickfang auf die Besucher. Das setzt sich dann fort mit beispielsweise den Fabelwesen von Uschi Koch und Aurel Rückner, einem Gemeinschaftsprojekt, das es so vorher nicht gegeben hat.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 22/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben