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Zu den Wahrzeichen der Stadt Kappeln gehört auch die Klappbrücke über die Schlei, die 2002 fertiggestellt wurde und die Landschaften Angeln und Schwansen miteinander verbindet. Foto: Sigrid Querhammer

Seit einigen Jahren trägt er Grün-Weiß. 1871 in Betrieb genommen, hat der fast 15 m hohe Leuchtturm auf der Lotseninsel von Schleimünde schon öfter seine Farben gewechselt, zuletzt 2015 von Schwarz-Weiß auf Grün-Weiß. Er steht genau da, wo Ostsee und Schlei aufeinandertreffen. Der Leuchtturm ist bis heute in Betrieb.

Zunächst war eine Laterne mit Petroleumbrenner und Gürtellinse von 400 mm Brennweite im Einsatz. Zwölf Seemeilen weit wurde das rote Licht schon damals gesehen. Inzwischen beleuchtet eine 500 W starke Halogenlampe die Einfahrt in die Schlei. Öffentlich zugänglich ist das Wahrzeichen der Lotseninsel nicht, aber ein begehrtes Fotomotiv. Neben dem Leuchtturm bietet die Lotseninsel noch mehr, nämlich die "Giftbude", ein kleines, nettes Restaurant, ein kleines Stück Strand, einen Spielplatz und natürlich einen kleinen Hafen. Denn zur Lotseninsel kommt man nur per Fahrgastschiff oder Boot. Am besten steigt man im Hafen von Kappeln in eines der Fahrgastschiffe und lässt sich gemütlich die Schlei hinunterschippern, vorbei an der Halbinsel Maasholm mit ihrem Yachthafen.

30 Minuten halten die Schiffe in Schleimünde, genügend Zeit, um die Lotseninsel zu erkunden. Das sich anschließende Vogelschutzgebiet darf man nur mit einer Gruppenführung besuchen. Wer sich für die Rückfahrt nach dieser halben Stunde nach Kappeln entscheidet, auf den wartet eine kleine malerische Hafenstadt. Die hat gleich etliche Superlative zu bieten, die man unbedingt besuchen sollte. Am Hafen startet die nördlichste Museumsbahn Deutschlands – die Angeler Dampfeisenbahn. Seit 1980 ist sie zwischen Kappeln und Süderbrarup unterwegs. Von Anfang Mai bis Ende Oktober geht sie vor allem an den Wochenenden an den Start, und zwar mit vorwiegend skandinavischen Fahrzeugen.

In Kappeln steht außerdem die größte Windmühle von Schleswig-Holstein. "Amanda" wurde 1888 errichtet und misst stolze 32 m. "Amanda" ist seit 1977 im Besitz der Stadt. Sie ist nicht nur die größte, sondern auch die einzige kombinierte Mahl- und Sägemühle in Schleswig-Holstein. Bis 1964 wurde hier noch Korn gemahlen. Inzwischen sind städtische Einrichtungen dort eingezogen, wo der Müller früher seine schweißtreibende Arbeit verrichtete: die Tourismusinformation, ein Museum und ein Trauzimmer.

Von der Mühlengalerie kann man einen weiten Blick über die Stadt und die Schlei genießen. Das historische Sägewerk am Fuß der Mühle wird heute von den Kappelner Werkstätten betrieben. Es ist Museum und Werkstatt zugleich. Kinder und Erwachsene können hier live erleben, wie vor 100 Jahren Holz verarbeitet wurde.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 38/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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