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In seiner Werkstatt mit erweiterbarem Geräteplatz baut Nikolai Seidel die Elektrogitarren. Foto: Silvie Domann

Konzentriert gleitet Nikolai Seidel mit dem Hobel über den Holzblock. Eben muss der sein, damit er zu einer Elektrobassgitarre werden kann. Seit zwei Jahren baut der 45-Jährige elektrische Gitarren, seit einigen Monaten bietet er auch Workshops an, in denen Interessierte sich einen eigenen E-Bass unter seiner Anleitung anfertigen können.

"Ich habe immer davon geträumt, eine eigene E-Gitarre zu bauen", sagt Seidel, der sich sein Studium als Bassist mit verschiedenen Bands finanziert hat. Vor etwa fünf Jahren hat er mit seiner Frau ein Haus in Ratzeburg gekauft, mit zur Immobilie gehörte ein staubiges, muffiges Gartenhäuschen von 1930.

Als sein Schwiegervater, ein Kfz-Mechaniker, in Rente ging und keinen Platz mehr für sein Werkzeug hatte, gab das für Seidel den Anstoß, das Gartenhaus für diesen und sich selbst in eine Werkstatt umzuwandeln. Wände, Decke und Fenster wurden erneuert, Ofen und Schornstein eingebaut, außerdem eine Absauganlage installiert, sodass das Gartenhaus zu einer kleinen, feinen Tischlerei wurde. So ausgestattet, begann Seidel seinen Traum zu verwirklichen.

Zwei Häuser hatte er bereits renoviert, sodass handwerkliches Geschick vorhanden war. Er recherchierte viel im Internet und sah sich dort ein 13-stündiges Video über den Bau eines E-Basses eines Tischlers an. Dann kaufte er einige Stücke Holz für Kopf, Hals und Body und begann, seinen ersten Bass zu bauen.

Über ein Dutzend Einzelschritte, unterschiedliche Materialien und der Einsatz diverser Werkzeuge sind notwendig, damit aus einer Sperrholzschablone ein elektrisches Musikinstrument wird. "Ich verarbeite Holz, Metall, Plastik und Knochen und installiere Elektrik und Mechanik. Diese Abwechslung macht die Arbeit so spannend", schwärmt Seidel.

Wer Interesse an einem Selbstbauworkshop hat oder sich eine E-Gitarre bauen lassen möchte, kann Nikolai Seidel unter www.41hz-guitars.de kontaktieren.

 

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 27/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

 

 

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