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Kontaktloses Einkaufen mit der Foodbox bieten Heldrik Schramm und Christina Badde in Ahrensbök an. Fotos: privat

Der erste coronabedingte Lockdown im Frühling 2020 hat die Bevölkerung völlig überrascht. Panisch wurden Lebensmittel auf Vorrat gehortet. Leere Supermarktregale waren die Folge, sodass die Kunden vermehrt auf Wochenmärkte und Hofläden auswichen. Ist das geblieben, gibt es Veränderungen, neue Vertriebswege, haben sich Hofläden den Bedürfnissen angepasst?

Der Großteil der Hofläden konnte den Umsatz steigern und neue Kunden hinzugewinnen. Vermehrt werden Lieferservice und kontaktloses Einkaufen angeboten. Auch ist den Hoflädenbetreibern eine Veränderung im Kaufverhalten der Kunden aufgefallen. Wurde im ersten Lockdown auf Vorrat gekauft, werden die Einkäufe nun bewusster getätigt. Auch wird mehr Wert auf Qualität und regionale Produkte gelegt. Außerdem ist Einkaufen im Hofladen zum Event geworden. Dabei ist das kurze Gespräch für viele Kunden wichtig und für manche der einzige zwischenmenschliche Kontakt am Tag.

Die Foodbox

Bei Bauer Schramm in Ahrensbök, Kreis Ostholstein, sind in den vergangenen Monaten Kundenzahl und Umsatz gestiegen. Das Produktsortiment wurde erweitert und um viele regionale Produkte ergänzt. "Zudem haben wir bereits im Sommer vergangenen Jahres in eine Foodbox investiert, die wir ab November erweitert und zu uns auf den Hof in Schwienkuhlen geholt haben", erklärt Heldrik Schramm. Er bietet somit hofeigene und weitere regionale Produkte kontaktlos rund um die Uhr an. In Zusammenarbeit mit Mario Büsch vom Restaurant Monte & Meer sind außerdem regionale Gerichte entstanden, die von diesem selbst in Einmachgläsern gekocht werden und im Hofladen sowie im Automaten zum Verkauf stehen. Auch Schramm hofft, dass nach Corona weiterhin Wert auf Regionalität gelegt wird. "Kauft Produkte von hier!", empfiehlt er. Denn so bleibe die Wertschöpfung größtenteils in der Region und sichere Arbeitsplätze.

Onlineverkauf

Auch im Hofladen Burmeister in Wakendorf I, Kreis Segeberg, wird kontaktloses Einkaufen angeboten. Es gibt einen Automaten, der vermehrt am Wochenende frequentiert wird, außerdem können über die eigene Homepage online einige Waren und vor allem Präsentkörbe geordert werden. Zusätzlich werden seit November die selbst produzierten Kartoffeln beim Versandhändler Amazon angeboten, allerdings nicht derzeit wegen der kalten Witterung. "Eine goldene Nase kann man so nicht verdienen, Gebühren und Frachtkosten sind sehr hoch", erklärt Wiebke Burmeister.

 

Den vollständigen Beitrag mit weiteren Beispielen für neue Vertriebswege der Hofläden im Lockdown finden Sie in der Bauernblattausgabe 6/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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