Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Werden neue Waben angelegt oder müssen beschädigte ausgebessert werden, bilden Honigbienen ein Netz aus lebendigen Bauketten, indem sie sich gegenseitig mit ihren Beinen verhaken.

"Täuschtunnel" – Flugexperiment mit einer Sammelbiene. Fotos: Heidi und Hans-Jürgen Koch

Als passender Kurzausflug zwischen zwei Filmen beim Naturfilmfestival Green Screen – oder auch einfach so: Der Besuch der Ausstellung "Bienen – die Bestäuber der Welt" im Museum Eckernförde am Rathausplatz lohnt sich. Heidi und Hans-Jürgen Koch haben sich mit der Kamera auf Augenhöhe dieser faszinierenden und wichtigen Insekten begeben.

"Zu sehen, wie eine Drohne geboren wird, das ist höchst intim", schwärmt Heidi Koch – wenn das Wort "schwärmen" im Bienenkontext auch in dieser Bedeutung erlaubt sei. "Was wir bei dieser Arbeit entdeckt haben, hat uns überwältigt." Sie seien zu Bienenfreunden geworden, bestätigt Hans-Jürgen Koch und gibt zu, dass ihnen vorher diese Insekten eher gleichgültig gewesen seien. "Wir haben uns vom Saulus zum Paulus gewandelt", zieht er einen biblischen Vergleich.

Ob das mit dem "Saulus" so radikal gemeint ist? Immerhin ist Hans-Jürgen Koch studierter Biologe und Verhaltensforscher, seit rund 30 Jahren widmet er sich zusammen mit seiner Frau Heidi, Sozialpädagogin, der Fotografie. In so hochkarätigen Magazinen wie "Geo", "Mare", "Figaro" oder "National Geografic" haben sie bereits veröffentlicht, zum Teil in weltweiten Ausgaben.

Dass sie jetzt im idyllischen Eckernförde ausstellen, mag daran liegen, dass sie seit acht Jahren gleich nebenan in Goosefeld leben, aber auch an der inhaltlichen Nähe des Museums zu Naturthemen. "Wir haben ein Thema gesucht, dass zu Green Screen und zum Sommer passt und auch zu den drängenden Themen unserer Zeit", sagt Museumsleiterin Dorothee Bieske: "Durch Klimawandel, Krankheiten und den Eingriff des Menschen in die Natur haben es die Bienen schwer, sodass sie zu einem Symbol für die Gefährdung der Artenvielfalt geworden sind."

"Tierfotografen" oder "Naturfotografen" wollen die Kochs jedoch nicht genannt werden, obwohl Tiere und Natur ihre Motive sind. "Lebensformen", das sei ihr Thema, betonen sie. Und denen nähern sie sich behutsam, gehen über das Offensichtliche an der Oberfläche weiter in die Tiefe, beschäftigen sich mit Hintergrundthemen. Und sie nehmen Tiere ins Visier, die nicht Selbstgänger in puncto Beliebtheit beim Publikum sind. Asseln zum Beispiel oder Mäuse. Und jetzt also Bienen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 33/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben