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In ihrem Atelier entwickelt Lisa Stachnick immer wieder neue Figuren; jede hat ihre eigene, ganz besondere Persönlichkeit Foto: Assia Tschernookoff

Lisa Stachnick arbeitet als freiberufliche Illustratorin, Comic- und Characterdesignerin in Schleswig-Holstein. Mit Kinderbüchern und der Entwicklung von Werbefiguren verdient sie ihr Geld, ihre große Leidenschaft jedoch gehört dem Comic. Gerade arbeitet sie an einer Neuauflage ihres Vorzeigewerkes "Peters Heldentat – auch Elben haben's schwer".

Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn Semyon vor den Toren Hamburgs, am Ortsrand von Wedel. Ihr Atelier liegt zwar versteckt in einer kleinen Seitenstraße, doch mit seinem pinkfarbenen Garagentor und den vielen bunten Details lässt sich das Häuschen kaum verfehlen. In der Nachbarschaft wird es gern auch die Villa Kunterbunt genannt. Tatsächlich lassen sich gewisse Ähnlichkeiten wie die feuerroten Haare und das verschmitzte Lachen zwischen der realen Lisa und der von Astrid Lindgren erfundenen Pippi Langstrumpf durchaus feststellen, sind aber nicht beabsichtigt. "Als Kind habe ich Pippi Langstrumpf geliebt und auch jetzt finde ich die Figur überaus ansprechend. Sie spiegelt eine Wahnsinnskreativität wider", so der Kommentar von Lisa Stachnick, die wie ihr Gegenstück vor kreativen Ideen nur so übersprudelt.

Der Name "La Belleangerie", den sie für ihr Atelier erfunden hat, kann es treffender nicht beschreiben. "Es ist eine Wortschöpfung aus ,La Belle' und ,Boulangerie', was aus dem Französischem übersetzt ,Die Schöne' und ,Bäckerei' heißt", erklärt die 38-Jährige, "und es klingt einfach schön." In ihrer Werkstatt hängen jede Menge Skizzen ihrer Arbeiten, die sie meist für Werbeagenturen, Verlage oder Volksbanken, aber auch private Auftraggeber erstellt hat. "Oft werde ich von Autoren gefragt, kleine Geschichten zu gestalten und ein Buch daraus zu machen", erzählt die Illustratorin. Kleine Mitbringsel, Einladungen und Geschenke oder Tierporträts gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire.

In ihrem Onlineshop findet man Kinderbücher, Postkarten, Aufkleber, Türschilder, darunter auch bunte Brettspiele wie beispielsweise "Der Bauernhof", der ganz pragmatisch Wissen rund ums Landleben vermittelt mit Quizfragen wie zum Beispiel, wie viele Eier ein Huhn legt. Die Entwicklung war für sie selbst ein Kinderspiel, denn sie ist auf einem Dorf aufgewachsen und besuchte das Landwirtschaftsgymnasium, die Michelsen-Schule in Hildesheim. "Man nannte es Bauernschule und einige meiner Mitschüler kamen mit dem Trecker zur Schule gefahren", erinnert sie sich.

Zeichnen kann man lernen

Bester Produkttester für die Kinderbücher und -spiele ist ihr fünfjähriger Sohn. "Eine Affinität zum Malen besitzt er ebenfalls und kann es bereits besser als ich in seinem Alter", schmunzelt sie und macht keinen Hehl daraus, dass sie nicht mit Talent geboren wurde, "um meine Mutter zu zitieren, Malen war nicht meine Stärke." Doch es machte ihr Spaß und als sie entdeckte, dass man Zeichnen auch studieren kann, war ihr Berufsziel klar. Nach einigen Praktika in Werbeagenturen und beim ZDF in Hannover begann sie 2003 ihr dreijähriges Studium zur Illustratorin an der Bildkunst-Akademie in Hamburg.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 44/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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