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Marcel Schättler hat erst im Januar den Landgasthof Gnutzer Mühle übernommen. "Wir kommen zurecht. Irgendwann ist Ende, aber so weit sind wir noch nicht." Foto: Tonio Keller

Corona trifft die Gastronomie besonders hart und die traditionellen Landgasthöfe noch härter. Haben sie schon seit Jahren ums Überleben zu kämpfen, so stehen viele inzwischen mit dem Rücken zur Wand. Noch machen die meisten tapfer weiter, doch was, wenn die Krise noch lange andauert? Und was bedeutet es für das soziale Leben, wenn noch mehr Landgasthöfe schließen müssen?

Bis vor elf Jahren stand der Landgasthof "Gnutzer Mühle" im gleichnamigen Dorf zwischen Nortorf und Aukrug lange Zeit leer, als er neu eröffnet und zu einem Schmuckstück der Gastronomie ausgebaut wurde. Im Januar 2020 übernahm ihn Marcel Schättler, der schon vier Jahre dort mitarbeitete, investierte abermals.

Dann kamen Corona und der Shutdown. Seit den Lockerungen bietet Schättler wieder Veranstaltungen im Rahmen der Möglichkeiten an. "Die Gnutzer warten darauf, sie sind nicht die typischen À-la-carte-Esser", sagt er. Entsprechend ist er auf Veranstaltungsbetrieb angewiesen. "Für die gegebenen Verhältnisse wird das gut angenommen."

Heute hat der Gesangverein Concordia Gnutz zu einem "coronagerechten Grillfest" eingeladen, um den Kontakt der Mitglieder aufrechtzuerhalten, denn gesungen wird derzeit im Verein gar nicht. 24 Teilnehmer haben sich angemeldet, das ist bei 32 aktiven Mitgliedern eine beträchtliche Zahl. "Wenn ihr den Tisch verlasst, setzt ihr die Maske auf!", macht der Wirt deutlich.

Bis zu 50 Personen wären für eine Privatveranstaltung zugelassen. An sich würde der Saal 120 bis 150 Gäste fassen. Die Einschränkung – zusammen mit dem Umstand, dass nun seltener gebucht wird – bringt natürlich erhebliche Umsatzeinbußen mit sich: "Ein Viertel von dem, was geplant war, setze ich um", sagt Schättler, "ich stecke derzeit viel mehr rein, als rauskommt." Das Problem sei, findet er, dass die Bundesregierung nicht erkenne, "dass Schleswig-Holstein nicht Bayern ist" – auf die Infektionszahlen bezogen. Die Zuversicht hat ihn noch nicht verlassen: "Ich komme zurecht. Irgendwann ist Ende, aber so weit sind wir noch nicht."

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 43/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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