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Laichhabitate für Lachs und Meerforelle werden immer weniger, sodass der Landessportfischerverband im Herbst Laichfischfang betreibt: Die LSFV-DiplomBiologen Martin Purps (li.) und Dr. Mattias Hempel mit einer Meerforelle. Foto: Silvie Domann

Das leise Brummen eines Generators ist zu hören, drei Mützen lassen sich durchs Schilf erahnen. Krähen krächzen, ein Eisvogel saust im Tiefflug unter der Brücke bei Willenscharen durch. Langsam gleitet ein Boot die Stör entlang, es sind Angler und Biologen, die für den Landessportfischerverband (LSFV) Schleswig-Holstein Laichfischfang betreiben. Denn Lachs, Meer- und Bachforelle benötigen Hilfe bei der Brutpflege, die hier Ehrenamtler der Arbeitsgemeinschaft Stör-Bram­au leisten.

"Vor einigen Jahrzehnten waren Meerforelle und Lachs aus vielen Gewässern Schleswig-Holsteins fast verschwunden, da die natürlichen Laichhabitate stark abgenommen haben", sagt LSVF-Präsident Peter Heldt und erläutert: Haben die lachsartigen Fische das Fortpflanzungsalter erreicht, wandern sie zurück in die Oberläufe ihrer Heimatbäche.

Wichtig für die Laichab­lage ist es dann, dass die Weibchen Zonen im Flachwasserbereich mit grobem Kies finden, um eine Laichgrube (bis zu 60 cm tief) zu buddeln. Außerdem muss der Laich ständig von sauerstoffreichem Wasser umströmt werden, damit sich Larven aus den Eiern entwickeln können. Doch diese Laichhabitate gibt es kaum noch. Zum einen wurden die Bäche begradigt und der Kies­untergrund entfernt, zum anderen wurden durch den Ausbau die Gewässersohlen instabil, was zu vermehrter Sedimentfracht führt, sodass die wenigen möglichen Laichgruben nicht mehr ausreichend mit sauerstoffreichem Wasser umspült werden. Außerdem können Fische aufgrund von Querverbauungen wie Staustufen, Sohlabstürzen oder Wasserkraftanlagen ihre Laichplätze gar nicht mehr erreichen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 01/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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