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Svenja Pein ist überzeugt: Sich selbst liebevoll zu behandeln und das Selbstwertgefühl nicht nur von Erfolgen abhängig zu machen, verleiht emotionale Stabilität und Stärke. Foto: Silke Bromm-Krieger

Svenja Pein aus Appen im Kreis Pinneberg arbeitet auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb Erlebnisbauernhof Almthof, der von ihrem Bruder geleitet wird. Parallel machte sich die Agrarwissenschaftlerin vor rund vier Jahren als Achtsamkeitstrainerin selbstständig.

Ein sonniger Sonntagmorgen. Svenja Pein schlüpft flink aus ihren Schuhen und betritt barfuß die Kuhweide neben dem Stallgebäude. Hautnah spürt sie das Gras unter ihren Füßen. Nach wenigen Hundert Metern setzt sie sich im Schneidersitz aufs frische Grün und schließt die Augen. Einige Färsen nähern sich neugierig. Sie stupsen sie leicht an und schnuppern an ihren Händen. Sanft schiebt Svenja Pein die schwarz-weiß Gefleckten beiseite, atmet tief durch und ist für einen Augenblick nur still bei sich. Im Alltag kleine Oasen der Entspannung zu erleben, in den Dialog mit sich selbst zu kommen, ist ihr wichtig. Und weil sie möchte, dass auch andere solch heilsame Erfahrungen machen, bietet sie auf dem Erlebnisbauernhof Outdoor-Barfuß-Achtsamkeitstrainings an. Aber beginnen wir von vorn.

"Dass ich Achtsamkeitstrainerin bin, hat auch etwas mit meiner eigenen Biografie zu tun", erzählt die 37-Jährige. Während sie von ihrem beruflichen Lebenslauf und ihren erworbenen Qualifikationen berichtet, wird deutlich, wie ehrgeizig und zielstrebig sie ist. Nach ihrem Bachelor in Agrarwissenschaften arbeitete sie als Herdenmanagerin und Standortverantwortliche auf Betrieben mit bis zu 850 Kühen. Auslandspraktika führten sie nach Frankreich und in die USA. Sie machte ihren Master in Agrarmanagement, arbeitete als Redakteurin bei landwirtschaftlichen Fachzeitschriften, erwarb Zertifizierungen in künstlicher Besamung und Klauenpflege beim Rind und machte den Ausbildereignungsschein. "Mein Ehrgeiz, möglichst viel erreichen zu wollen, brachte mich zu diesem Erfolg. Ich war gefragt, gut vernetzt, konnte mir die Jobs aussuchen, genoss die Anerkennung und kam viel herum", blickt sie zurück.

Doch all das hatte irgendwann seinen Preis. Häufige Wohnortwechsel, Stress und der Druck, immer zu den Besten gehören zu wollen, waren die Kehrseite. "Langsam aber sicher litten mein Privatleben und meine Gesundheit darunter. Nachts schlief ich schlecht und grübelte. Ich fühlte mich überfordert, erschöpft, nahm mir keine Pausen und konnte nicht entspannen."

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 39/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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