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Auf vielen Ebenen übereinander züchtet Frederic Laloi verschiedenste Gemüsesorten im Kleinformat. Foto: Christiane Herrmann

Mitten in Kiel in einem Ladenlokal nahe der Uni bauen Frederic Laloi und Yasin Caliskan die verschiedensten Gemüsesorten an. Das ist nur möglich, weil dieses Gemüse sehr, sehr klein ist. Geerntet werden nämlich nicht die ausgewachsenen Pflanzen, sondern die gerade erst ausgetriebenen Jungpflanzen von Sonnenblumen, Radieschen, Rucola und Schnittknoblauch.

Fast jedes Kindergartenkind hat schon Kresse auf der Fensterbank gezogen. Zuzusehen, wie sich aus Samenkörnern Keime winden, wie eine kleine Pflanze Wurzeln schlägt und Blätter sich entfalten, das ist ein Erlebnis. Es schult das Verständnis für die Natur und die Biologie der Pflanzen. Und der Verzehr dieses selbst angebauten Gemüses ist eine neue Erfahrung für den Gaumen. Frederic Laloi hat das perfektioniert und ein Geschäft daraus gemacht. Er verkauft frische Minipflanzen, sogenannte Microgreens. Das sind Gemüsesorten, die geschnitten und gegessen werden können, kurz nachdem sie die ersten Blätter in die Luft strecken.

Wenn man in Kiel in der Beselerallee das kleine Geschäft von Microgreens Kiel betritt, dann ist man nicht mehr nur in einer Großstadt, sondern plötzlich befindet man sich auch in einer Gemüseplantage im Miniaturformat. Auf der Grundfläche von gerade mal 50 m² haben Frederic Laloi und sein Geschäftspartner Yasin Caliskan auf in mehreren Etagen angeordneten Pflanzebenen noch einmal gut 50m² Anbaufläche geschaffen, auf der winzig kleine Pflanzen wachsen. Mit Licht aus Tageslichtlampen, Belüftung und Bewässerung keimt hier die Saat und wächst zu kleinen Pflänzchen heran. Das spart Platz und Wasser und erzeugt dennoch hochwertige Lebensmittel mitten in der Stadt. Außer diesem Ladengeschäft gibt es noch einen weiteren Anbauraum in ähnlicher Größe im Stadtteil Friedrichsort.

Erbsen und Grünkohl, Schnittknoblauch, Rucola und Rote Bete und noch viele andere Sorten lassen sich schon als Schösslinge genießen. Bei manchen Sorten schmeckt man das spätere Gemüse direkt heraus. Andere sind einfach frisch und nahrhaft und bieten ganz neue Geschmackserlebnisse. Das hat auch Familie Laloi überzeugt, die die Keimlinge zunächst nur für sich selbst und Freunde angebaut hat.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 24/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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