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Statt Indianern und Cowboys gibt es dieses Jahr eine Führung hinter die Kulissen der Bad Segeberger Karl-May-Spiele. Foto: Silvie Domann

Ungewöhnliche Umstände ziehen außergewöhnliche Maßnahmen nach sich. Das gilt auch für das Freilichttheater am Kalkberg in Bad Segeberg. Da die Karl-May-Spiele aufgrund von Corona nicht stattfinden können, gibt es nun die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen des Stadions zu schauen. Bis September werden wöchentlich zehn Führungen angeboten. Denn ein Jahr ohne Winnetou ist für Karl-May-Fans undenkbar.

Ehrfürchtiges Staunen: Hier ist also der Platz, an dem sich die Karl-May-Darsteller am Ende einer Vorstellung den Applaus abholen! Den gibt es zwar nicht für die knapp 20 Besucher. Doch dafür erregt ein brauner Vogel die Aufmerksamkeit der Anwesenden. Wer genau hinschaut und eine Bewegung der Flügel oder des Kopfes erhascht hat, kann die größte Eulenart der Welt zwischen Felsen und Sträuchern entdecken.

Stadtführerin Ute Müller klärt über den Uhu auf, der seit Jahren auf dem Kalkberg seinen Horst hat, die Jungen aufzieht und sich anscheinend von Konzerten, Indianern und Feuerwerk nicht schrecken lässt. Ein paar Erläuterungen gibt es auch zum Kalkberg, der eigentlich nicht so heißen dürfte, denn er besteht nicht aus Kalk (Kalziumcarbonat), sondern aus Gips (wasserhaltiges Kalziumsulfat). Bis Anfang der 1930er Jahre wurde Gips abgebaut. 1934 begannen die Nationalsozialisten die Tagebaugrube zu einer von bis zu 400 geplanten Thingstätten auszubauen. "Letztlich haben sie 60 solcher Thingplätze bauen lassen, die Waldbühne in Berlin ist analog zu unserer, jedoch haben dort 22.000 Menschen Platz."

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 29/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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