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Ein Ehepaar aus dem Förderverein bewundert eine Carriole – einen Sportwagen für eine Gutsherrin in der Marsch um 1800 und eine der ältesten Kutschen im Magazin. Foto: Tonio Keller

Historische landwirtschaftliche Geräte, Haushaltsgegenstände von früher und Beispiele für damaligen Geschmack und Sitten – in den Reetdachhäusern im Freilichtmuseum in Molfsee sind sie zu bewundern. Doch das sind längst nicht alle, die das Museum besitzt. Zahllose Objekte – reparatur- oder schutzbedürftig oder einfach überzählig – ruhen im Zentralmagazin der Landesmuseen auf dem Hesterberg in Schleswig. Der Förderverein des Freilichtmuseums durfte die schlummernden Schätze besichtigen.

Nicht nur Lagern, sondern auch Restaurieren und Schutzbehandeln gehören zu den Aufgaben des Zentralmagazins. Dazu dient unter anderem die neue Wärmekammer zur Behandlung gegen Holzschädlinge, die auf dem Hesterberg eingerichtet wurde. Auf knapp 60 °C werden die Objekte darin ein paar Stunden lang erwärmt – langsam und mit Feuchtigkeitszufuhr, damit das Holz nicht reißt – und zwei oder drei Tage lang behutsam abgekühlt, erklärt Guntram Turkows­ki, der Leiter des Zentralmagazins. Auch Privatleute könnten ihre Möbel dort gegen eine Gebühr behandeln lassen, bietet Turkowski an – sofern Kapazität frei sei. Rund 200.000 € hat die Anschaffung gekostet, die jährliche Wartung allein kostet 7.500 €.

Bis Ende 2012 befand sich auf dem Hesterberg in Schleswig das Volkskundemuseum, danach wurde es im Freilichtmuseum in Molfsee angesiedelt, die Ausstellung in Schleswig 2014 geschlossen. In den Häusern auf dem Hesterberg wurde das Zentralmagazin eingerichtet und dazu zusätzlich ein Neubau erstellt, der unter anderem besagte Wärmekammer beherbergt. 6 Mio. € wurden insgesamt investiert, die Hälfte davon für den Neubau. "All das wurde nötig, um die Objekte sachgerecht und klimatisiert zu lagern, was in Molfsee allein aus Kapazitätsgründen nicht ausreichend möglich ist. Nach und nach wollen wir die Sachen, die dort nicht gut liegen, hierherholen", erklärt Turkowski: "Wenn sie es bis hierher geschafft haben, sind sie auf Kur." Eine Mammutaufgabe, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 50/2019 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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