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Ralf Stelzer und Mitarbeiterin Kerstin Lorenzen an der neuen Brennereianlage mit der vierfachen Kapazität. Der Schmiedemeister gab 2014 seinen alten Betrieb auf, um sich voll und ganz der Herstellung seiner alkoholischen Spezialitäten zu widmen. Foto: Sigrid Querhammer

Im Winter herrschte schon mal Flaute im Betrieb von Schmiedemeister Ralf Stelzer in Altenhof-Schnellmark bei Eckernförde. Das Geschäft mit kunstvoll gestalteten Gartenzäunen lief in der kalten Jahreszeit nicht so gut.

"So habe ich nach einem zweiten Standbein gesucht." Dieses fand er in der Herstellung feiner Spirituosen wie Roggenwhisky, Gin, Obstbrände oder Aquavit auf Basis von Dillsaat statt Kümmel.

Die Herstellung von Lebensmitteln faszinierte ihn schon immer. So hatte er sich bereits in jungen Jahren als Hobbybrauer ausprobiert. Spirituosen eigneten sich jedoch besser als Saisongeschäft. 2009 kaufte er seine erste Brennereianlage. Die holte er selbst mit dem Pkw vom Vorbesitzer aus dem Odenwald ab. Ein Raum seiner Schmiede wurde abgetrennt für die Isarnhoe-Destillerie. An der Uni Stuttgart-Hohenheim belegte er Kurse, um sein neues Handwerk zu erlernen.

Das neue Geschäft wuchs und es kam der Zeitpunkt, wo beides nicht mehr nebeneinander funktionierte, wo er sich entscheiden musste. Längst war er nicht mehr nur im Winter in seiner kleinen Destillerie beschäftigt. Im Jahr 2014 gab er die Schmiede auf, um sich ganz der Herstellung seiner alkoholischen Spezialitäten zu widmen. Schließlich überstieg die Nachfrage nach seinen Produkten die Produktionskapazitäten.

Seit Februar 2020 steht eine neue Brennereianlage mit der vierfachen Kapazität in der alten, inzwischen vollständig umgebauten Schmiede. Kürzlich hat er eine Mitarbeiterin eingestellt. Das Getreide bezieht Ralf Stelzer möglichst von Bauern aus der Region, die Äpfel und Birnen sowieso. 8 t Getreide – vorwiegend Roggen – vergärt er in einem Jahr, Tendenz steigend. Dazu kommen 1 t Äpfel und ein paar Birnen im Jahr für seine Obstbrände, Tendenz ebenfalls steigend.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 14/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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