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Auch in Zeiten von Corona ist ein Schnack über den Gartenzaun mit den Senioren möglich, freut sich Kerstin Hansen-Drechsler. Foto: Silke Bromm-Krieger

Kerstin Hansen-Drechsler arbeitet in der Gemeinde Neuenbrook im Kreis Steinburg als Kümmerin für Senioren. Hier berichtet sie aus ihrem vielfältigen Berufsalltag.

Sie lacht gern, ist fröhlich, spontan, kreativ, sensibel, immer offen für Neues und kann gut zuhören. Kerstin Hansen-Drechsler hat ein Gefühl für Menschen und bringt damit gute Voraussetzungen für das Amt der Kümmerin mit. Die ausgebildete Krankenschwester arbeitete früher in verschiedenen Krankenhäusern und Altenzentren und war ehrenamtlich in der Begleitung von Menschen aktiv. "Ich weiß, was es heißt, sich zu kümmern", benennt die Mutter eines erwachsenen Sohnes ihre Motivation, sich damals im Frühjahr 2016 auf die neu ausgeschriebene Stelle einer Kümmerin für Neuenbrook zu bewerben.

Aber der Reihe nach: Als in der Gemeinde 2016 mit Fördermitteln aus der AktivRegion Steinburg das Gemeindehaus "Uns Huus" errichtet wurde, war klar, dass es nun schnell mit Leben gefüllt werden sollte. "Wir sind ein kinderfreundliches Dorf mit Angeboten für die Kleinen, doch was ist mit uns Älteren?", fragten einige Senioren und meldeten bei Politik und Verwaltung ebenfalls Bedarf an. Im Rahmen des Landesprogramms ländlicher Raum (LPLR) wurde deshalb das Projekt Kümmerin/Kümmerer aus der Taufe gehoben.

Eine finanzielle Förderung erfolgte über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (Eler). Die Kofinanzierung übernahm die Gemeinde. "Nach meiner Bewerbung durchlief ich erfolgreich das Auswahlverfahren, und schon am Tag der Eröffnung des neuen Gemeindehauses, stellte mich der damalige Bürgermeister offiziell als Kümmerin vor", schaut die 54-Jährige zurück. Sie erhielt für den Projektzeitraum von drei Jahren einen Vertrag für eine geringfügige Beschäftigung.

Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig. So ist sie für die rund 100 Seniorinnen und Senioren im 700-Seelen-Dorf bei allen Belangen und Fragen erste Ansprechpartnerin. Ihr Ziel ist es, sie in die Gemeindeaktivitäten einzubinden und zu unterstützen. Hierfür ist sie ebenso mit den Angehörigen in Kontakt. "Die meisten Senioren haben ihre Verwandtschaft zwar in der Nähe, aber die ist beruflich oft stark eingespannt, die Zeit knapp. Da ist es gut, wenn die Angehörigen wissen, dass ich da bin und gegebenenfalls einen Arzttermin der Mutter oder Oma begleiten kann", erklärt sie.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 24/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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