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Mit den Schafen auf Augenhöhe (v. li.): Chef Torsten Schumacher, Bewohner Hartmut Ramm, Heilerziehungspfleger Sven Reinicke Foto: Sigrid Querhammer

Neben zwei Eseldamen gehören 35 Schafe, zwei Hunde und zwölf Zwerghühner zu den tierischen Mitbewohnern der Tagesförderstätte am Rosseer Weg am Rande von Eckernförde. Seit 2012 setzen die "Eckern-Förderer" in der Betreuung von geistig behinderten Erwachsenen auf tiergestützte Förderung. Der Umgang mit Tieren beruhigt, baut Spannungen ab, steigert das Selbstwertgefühl, bedeutet Übernahme von Verantwortung.

Hartmut Ramm (47) strahlt über das ganze Gesicht, wenn er sich um seine beiden alten Eseldamen Emma und Tina, die beide die 20 längst überschritten haben, kümmern kann. Er füttert beide, gibt Emma jeden Tag eine Tablette gegen ihre altersbedingten Zipperlein, säubert den Stall und verabreicht beiden jede Menge Streicheleinheiten. Im Laufe der Jahre ist zwischen den dreien eine verlässliche Beziehung gewachsen. Auch am Wochenende versorgt er sie, wenn seine Kollegen von der Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung frei haben.

"Das Zusammensein mit den Tieren wirkt vor allem im sozial-emotionalen Bereich", erklären die Betreiber. "Es ist Beziehungs- und Kommunikationsarbeit. Dadurch kann es Blockaden und eingefahrene Verhaltensweisen durchbrechen." Zudem gehören die Pflege und Wartung des Stalls und Außengeheges zu den Aufgaben der Menschen mit Behinderungen. Sie bringen Futter, Wasser, kontrollieren täglich die Gesundheit und halten die Weide und den Unterstand in Ordnung. "Die Anwesenheit der Tiere, das Streicheln und Berühren oder sich neben den Hund zu legen, mit ihm zu sprechen oder ein nonverbales Kommunizieren ermöglichen eine Vertrauensebene und enge emotionale Bindung. Sie ermöglichen die Reduktion von Angst und Einsamkeit und unterstützen das Selbstwertgefühl."

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 2/2021 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

 

 

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