Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Unter großer Beteiligung wurden Tausende kleiner Aale von Fischern und Politikern auf die Reise geschickt – li. mit Maske Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: Christiane Herrmann

Steigaale nennt man die kleinen, lang gestreckten Fische, die nach ihrer langen Reise aus dem Laichgebiet in der Sargassosee durch Meere und Flüsse bei uns in Schleswig-Holstein ankommen. Diese Reise ist mühsam und gefährlich. Der Förderverein zur Erhaltung maritimer Lebensformen und Lebensräume hat sich die Erhaltung und Förderung des Aalbestandes zum Ziel gesetzt.

Tausende kleine Aale, 10 bis 12 cm lang und nicht viel dicker als ein Bleistift, wuseln in den großen Tonnen. Noch wissen sie nicht, was ihnen bevorsteht. Gefangen wurden sie als sogenannte Glasaale vor der Küste Frankreichs. Doch sie landeten nicht, wie so viele ihrer Schicksalsgefährten, illegal in Asien, sie kamen in eine Aufzuchtstation in Niedersachsen, wo sie gehegt und vorgestreckt wurden, wie man das Aufziehen junger Aale nennt.

Für die Fischer an der Schlei ist der Aal einer der wichtigsten Fische, den sie fangen. Doch die Bestände gehen seit Jahren stark zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig: Das sich ändernde Klima spielt genauso eine Rolle wie Umweltverschmutzung und die Verbauung der Wanderwege der Fische. Wasserkraftanlagen und Staustufen machen es dem Aalen schwer, in ihre angestammten Süßwassergebiete aufzusteigen oder, wenn sie geschlechtsreif sind, zur Paarung zurück in die Sargassosee zu wandern. Parasiten und eine steigende Zahl an Fressfeinden wie der Kormoran reduzieren den Bestand. Auch die Fischerei hat einen Anteil an dem Rückgang. Außerdem werden Glasaale illegal nach Asien exportiert, wo sie gemästet werden und als ausgewachsene Speiseaale auf den Tellern laden.

Mit dem Rückgang des Aalbestandes geht auch die Anzahl der Fischer in Schleswig-Holstein, die vom Aalfang leben können, zurück. Deswegen sind die heimischen Fischer natürlich daran interessiert, den Aalbestand zu stärken. Sie möchten ihren "Brotfisch" gerne auch in Zukunft fangen können. Ebenso wichtig ist es ihnen, dass möglichst viele Aale frei zum Laichen abwandern können. Die Bedingungen in der Schlei sind dafür ideal. Hier finden die Aale hervorragende Nahrungsbedingungen zum Aufwachsen, und von hier aus können sie ungehindert ins Meer abwandern. Nur wenn viele Aale das Laichgebiet erreichen und sich erfolgreich vermehren, wird der Aalbesatz irgendwann entbehrlich.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 39/2020 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben