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Die Lampionblume breitet sich gerne aus. Im Herbst gibt es viel Nachschub für floristische Arbeiten. Foto: Karin Stern

Manche Gartenpflanzen entpuppen sich als erstaunlich ausbreitungsfreudig, wenn sie erst mal Fuß gefasst haben. Sofern das nicht erwünscht ist, tut jeder Gärtner gut daran, diese Gewächse zu bändigen. Dies geschieht in Abhängigkeit von der jeweiligen Pflanze durch rechtzeitiges Entfernen der Blütenstände, eindämmende Nachbarpflanzen, konsequenten Rückschnitt oder den Einbau einer Rhizomsperre.

Für den Hobbygärtner ist es zunächst wichtig zu wissen, ob und auf welche Weise sich Neuzugänge im Garten vermehren. Blütenstauden wie Akelei (Aquilegia vulgaris) und Spornblume (Centranthus ruber) verbreiten sich ausgesprochen erfolgreich über eigene Samen. Die Akelei bildet sogenannte Balgfrüchte. Sie platzen bei Samenreife auf. Dies kann im Wildstaudenbeet durchaus erwünscht sein, um den Bestand weiter zu vergrößern. Edelsorten mit mehrfarbigen Blüten in der Staudenrabatte bringen als Nachkommen jedoch wieder die violettblau blühende, sehr vitale Naturform hervor, die die Edelsorte bedrängt. Dieses Phänomen kennen erfahrene Gärtner auch bei der Flammenblume (Phlox).

Die Spornblume hingegen vermehrt sich über Flugfrüchte, die vom Wind davongetragen werden und selbst noch in Pflasterfugen keimen. In der Konsequenz bedeutet dies, dass die Blütenstände aller Stauden, die nicht aussamen sollen, rechtzeitig vor der Samenreife zurückzuschneiden sind. Manche Stauden wie der Goldfelberich (Lysimachia) breiten sich über Ausläufer aus. Sie verdrängen weniger starke Nachbarn. Man sollte sie daher regelmäßig teilen und mit konkurrenzstarken Partnern wie Frauenmantel (Alchemilla) oder Storchschnabel (Geranium) kombinieren.

Auch bei vielen Zweijährigen gilt es, ein Auge auf die Samenstände zu werfen. Fingerhut (Digitalis), Silberling (Lunaria annua), Gelber Scheinmohn (Meconopsis cambrica) und Kalifornischer Goldmohn (Eschscholzia californica) erhalten sich jahrelang über Selbstaussaat und breiten sich dabei immer weiter aus. Das kann an vielen Gartenecken durchaus erwünscht sein. Der Goldmohn verdrängt dabei im Laufe der Zeit jedoch sämtliche Nachbarn.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 4/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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