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Die Kräuselnelke 'Ruperts Pink' macht ihrem Namen alle Ehre. Foto: Karin Stern

Die zarten, nostalgisch wirkenden Nelken haben ihr verstaubtes Image abgelegt und halten wieder Einzug in die Gärten. Kein Wunder, erfreuen sie doch bei geschickter Artenauswahl mit einem wochenlangen Blütenmeer. Pfingst- und Federnelke zählen zu den Frühblühern. Wenn sie sich langsam verabschieden, blühen die Kartäuser- und Heidenelke richtig auf.

Sämtliche hier vorgestellten Nelkenarten stammen aus Europa und sind auch an Wildstandorten zu finden. Dort stehen sie allerdings unter Naturschutz. In der gärtnerischen Praxis unterscheidet man zwischen den ein- bis zweijährigen Nelken, die gerne als Sommerblumen kultiviert werden und den Staudennelken. Diese umfassen neben vielen interessanten Züchtungen auch die sehr ursprünglich wirkenden Wildformen, zu denen die Kartäusernelke zählt. Etwas zu Unrecht gerieten Nelken in den Ruf, kurzlebig zu sein. Dies ist nur an ungünstigen Standorten der Fall. Nelken mögen weder Staunässe, Schatten noch zu viele Nährstoffe im Boden. Wer den bezaubernden Pflanzen jedoch einen vollsonnigen, offenen Standort mit durchlässiger, nährstoffarmer, sand- oder kieshaltiger Erde anbietet, wird viel Freude an dem natürlichen, etwas altmodischen Charme der Pflanzen haben.

Die Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum) stammt aus West- und Südeuropa und kommt dort auf sonnigen Hängen und an warmen, trockenen Gehölzrändern vor. Die Staude bildet mit ihren grasartigen, schmalen Blättern schöne, etwa 25 cm hohe Polster. Die intensiv purpurroten Blüten erscheinen in lockeren Blütenständen in der Zeit von Juni bis September. Besonders hübsch wirkt die Wildnelkenart in kleinen Gruppen im Steingarten, in oder auf Trockenmauern, zwischen Steinen und in Pflanztrögen. Als Nachbarn passen niedrige Glockenblumen, Sonnenröschen, Steinkraut und Thymian perfekt dazu.

Die Kartäusernelke bevorzugt einen trockenen bis frischen Boden, der durchlässig, kalkhaltig und eher nährstoffarm sein sollte (eventuell mit Sand oder Steinen abmagern). Eine Düngung ist nicht notwendig. Der beste Pflanztermin liegt im Frühjahr. Die Selbstaussaat klappt an geeigneten Standorten problemlos, ohne lästig zu werden. Geraten die Pflanzen etwas aus der Form, empfiehlt sich ein Rückschnitt nach der Blüte. Zur Erhaltung des kompakten Wuchses und der Blühfreudigkeit empfiehlt es sich, die Staude alle paar Jahre zu teilen, am besten nach der Blüte.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 28/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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