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Regelmäßiger Schnitt hält Storchschnabel im Kübel in Form.

Das aparte Hasenschwanzgras wächst 30 bis 50 cm hoch. Fotos: Karin Stern

Blattschmuckstauden in Gefäßen bringen neben den vielen Farbnuancen ihrer Blätter auch interessante Formen in den Garten. Die Kübel können wie Möbelstücke frei bewegt und immer wieder neu arrangiert werden. Ganz besonders in den blütenarmen Monaten dienen sie als Blickfang im Garten, auf der Terrasse oder im Hof. Für sonnige und schattige Lagen finden sich geeignete Pflanzen.

Manche Blattschmuckpflanzen brauchen nicht mal einen Begleiter. Eine einzelne großblättrige Funkie (Hosta) im schön glasierten Topf kommt ganz ohne Statisten aus. Die stattliche 'Sum and Substance' mit ihren herzförmigen, gelblichgrünen Blättern ist eine sehr dankbare Sorte für schattige Ecken. Sie kommt auch an sonnigen Stellen gut zurecht, wenn das Substrat ausreichend feucht gehalten wird. Unter den Funkien mit panaschierten Blättern zählt 'June' zu den Favoriten für sonnige Standorte. Hier prägt sich das raffinierte, blaugrün-goldene Farbspiel besonders imponierend aus. Funkie 'So Sweet' zeigt hellgelb gerandete, dunkelgrüne Blätter. 'Revolution' bringt mit cremefarben panaschiertem Laub Farbe in streuschattige Bereiche.

Auch die sukkulente, immergrüne Agave (Agave) überzeugt als exotisch wirkender Solist. Die Pflanze braucht ein ausreichend großes Gefäß mit sehr durchlässigem Substrat. Von Mai bis Oktober erhält die Agave einen sonnigen Platz im Freien. Im Haus überwintern die frostempfindlichen Pflanzen hell bei 10 bis 15°C. Der Handel bietet neben einfarbigen auch gelb gerandete Sorten an.

Panaschierte Blattzeichnungen sind bei Blattschmuckpflanzen sehr beliebt. Zwergkalmus 'Ogon' (Acorus gramineus) mit seinem überhängenden Wuchs und den grün-gelben Blättern wird demnächst für die herbstliche Bepflanzung von Töpfen und Kästen angeboten. 'Variegatus' zeigt grünweiß gestreifte Blätter. Beide Sorten sind weniger frostempfindlich als die reine Art und überstehen milde Winter problemlos. Die Goldsegge 'Evergold' (Carex oshimensis) und das Japanische Berggras 'Aureola' (Hakonechloa macra) werden nicht den Stauden, sondern den Gräsern zugerechnet. Das schmälert jedoch weder die beeindruckende Optik noch die Kübeltauglichkeit. 'Evergold' eignet sich als immergrünes Gewächs für Sommer- und Winterarrangements gleichermaßen.

Die Segge wirkt etwas zierlicher und filigraner als das Berggras und bevorzugt kühle, geschützte Ecken. Die lebhaft grün und gelb gestreiften Blätter von 'Aureola' treiben erst recht spät im Frühjahr aus. Sie hängen im Kübel elegant über. Auch unter den Farnen finden wir Blattschönheiten, die in keinem Arrangement fehlen sollten. Der Pfauenradfarn (Adiantum aleuticum) fällt mit sich dachziegelartig überlappenden, hellgrünen Wedeln auf. Der Brokatfarn 'Metallicum' (Athyrium niponicum) punktet mit einem metallisch-silbrigen Überzug seiner dekorativ überhängenden Wedel, die zusätzlich mit rötlichen Stängeln und Blattadern beeindrucken.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 36/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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