Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Holunderbeeren enthalten einen Farbstoff, der gerne in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird.

Rainfarn ist eine alte Kloster- und Bauerngartenpflanze. Zum Färben werden die Blütenköpfe verwendet. Fotos: Karin Stern

Sogenannte Färberpflanzen eignen sich zum Färben von Naturstoffen und Wolle. Im Altertum gehörten Färberdisteln, Krapp, Färberwaid, Safrankrokus und Walnuss zu den wichtigsten Färberpflanzen. Doch auch so manche klassische Staude wie Mädesüß oder Färberhundskamille lädt zu Farbspielerein ein und schmückt zudem noch den Garten.

Färberwaid (Isatis tinctoria) ist eine traditionelle Färberpflanze für Blautöne. Meist werden nur die Samen der zweijährigen Pflanzen angeboten. Im ersten Standjahr bildet sich eine Blattrosette, aus der sich im zweiten Jahr mehrere Blütenschäfte erheben, die nach der Blüte dekorative, kleine Schoten bilden. Sie enthalten die Samen. Im Garten ist der Färberwaid nur selten anzutreffen. Meist findet sich die Pflanze in traditionell angelegten Schaukräutergärten. Die Indigolupine (Baptisia australis), auch Blaue Färberhülse genannt, ist eine langlebige Staude, die bis weit in den Herbst hinein mit attraktivem Laub überzeugt. Die violettblauen Blüten erscheinen von Juni bis September und verraten auf den ersten Blick die Verwandtschaft mit der Lupine. Auf Schmetterlinge wirken sie wie ein Magnet. Die trockenheitsverträgliche Indigolupine fühlt sich auf sandigen, durchlässigen Böden in voller Sonne am wohlsten. Bis sie ihre Wuchshöhe von 80 bis 150 cm erreicht, vergehen allerdings mehrere Jahre. Sie eignet sich mit dieser stattlichen Höhe eher für den hinteren Beetbereich. In der Nachbarschaft kommen weißblütige Pflanzen wie der weiße Wiesensalbei 'Swan Lake' (Salvia pratensis) oder die Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) gut zur Geltung. Zum Blaufärben verwendete man früher das graugrüne Laub der Pflanze.

Schon die Kelten nutzen das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) zur Gewinnung von gelber Farbe. Die in ganz Europa verbreitete Staude ist bei uns häufig an Bachläufen und Gräben zu finden. Im naturnah gestalteten Garten sieht sie in der Nachbarschaft von Blutweiderich gut aus. Schöne Pflanzpartner sind zudem die Wieseniris (Iris sibirica) und der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). Die cremeweißen Blüten zeigen sich im Hochsommer von Juni bis August und schweben in 60 bis 150 cm Höhe über dem Boden. Neben der Wildform bietet der Handel die gefüllte Sorte 'Plena' an. Sie breitet sich nicht so stark aus. Die lange haltbaren Blüten eignen sich sehr gut für den Vasenschnitt.

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Bauernblattausgabe 45/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben