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Während einer Schönwetterperiode können die geernteten Zwiebeln auf dem Beet vortrocknen. Foto: Karin Stern

Damit Zwiebeln im Lager lange halten, dürfen sie nicht zu früh geerntet werden. Die Blätter müssen ganz von allein umknicken und so weit vergilben, bis nur noch wenig Grün erkennbar ist. Dann wird es Zeit, die Zwiebeln mit der Grabgabel aus dem Boden zu heben.

Wieder einmal ist hier die oberste Tugend des Gärtners gefragt – die Geduld. Mit dem Einlagern der Nährstoffe aus den Blättern in die Knolle bereitet sich die Zwiebel auf den Winter vor. Das früher häufig empfohlene Umtreten oder Umknicken der noch grünen Stängel zur Beschleunigung der Abreife schadet jedoch nur. Es setzt eine Art Notreife ein. In der Folge beginnen die Zwiebeln im Lager oft von innen heraus zu faulen oder treiben schnell neu aus. Außerdem öffnen die Verletzungen Krankheitserregern die Tür.

Wenn nur noch ein Drittel des Laubes (oder weniger) grüne Farbe aufweist, ist der optimale Erntetermin erreicht. Während einer Schönwetterperiode trocknen die Knollen nach dem Ausgraben dann der Einfachheit halber gleich auf dem Beet ausgebreitet. Etwa zehn Tage lang dauert der Vorgang, wenn das Wetter mitspielt. Früher war es üblich, aus den Blattschöpfen der frisch geernteten Zwiebeln dekorative Zöpfe zu flechten. Unter dem Scheunenvordach aufgehängt, trockneten sie hier und wurden später ins Lager geräumt.

Viele Gärtner bevorzugen heute bei kühler und feuchter Witterung eine andere, arbeitssparende Methode. Sie legen die grob von Erde und Schalen befreiten Zwiebeln einlagig in Obststeigen. Die aufeinandergestapelten Kisten erhalten einen trockenen, luftigen Platz im Freien. In dieser Phase legen die Zwiebeln viel Wert auf Licht und Luft. Bei gutem Wetter räumt man die Kisten daher für ein paar Stunden in die Sonne.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 31/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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