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,Fatal Attraction’ zeigt ein intensives Purpur. Foto: Karin Stern

Der Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) ist als Heilpflanze recht bekannt, zählt aber auch zu den prächtigen und wertvollen Blütenstauden für sonnige Beete. Die stattliche Staude zieht mit ihren herrlichen Blütenköpfen nicht nur den Blick auf sich, sondern auch unzählige Bienen und Insekten an.

Als unkomplizierter Dauerblüher kann der Purpursonnenhut im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse vielseitig verwendet werden. Möglich wird dies durch die je nach Sorte unterschiedliche Wuchshöhe von 40 bis 120 cm und den dicht-buschigen bis horstartigen Wuchs. Besonders gut lässt sich Purpursonnenhut mit halbhohen Ziergräsern kombinieren, unter den Stauden eignen sich die weiß blühende Gelenkblume, Sonnenbraut, Rittersporn, Blutweiderich, Astern, die Kugeldistel oder der "normale" Sonnenhut als Beetpartner. In großzügig angelegten Rabatten kommt der Präriecharakter der Staude hervorragend zur Geltung. Daneben fügt sich der Purpursonnenhut im Bauerngarten optisch gut zwischen Gemüse, Zierlauch und Kräutern wie Salbei, Lavendel oder Oregano ein. Auch im Kübel, entweder als Solitär oder mit weiteren ausdauernden und winterharten Pflanzen kombiniert, gibt Echinacea purpurea eine gute Figur ab. Die straff aufrecht wachsenden Stängel eignen sich zudem hervorragend für die Vase. Von Juli bis weit in den September hinein zeigt sich der Blütenflor, der je nach Sorte in Purpurfarben, Karminrot, Weiß, Orange, Gelb oder gar Grün erscheint. In den vergangenen Jahren ist eine erstaunliche Anzahl an sehr attraktiven und farbenprächtigen Sorten in den Handel gelangt. Nur in seiner Heimat, den lichten Wäldern und Prärien Nordamerikas, ist noch auf den ersten Blick ersichtlich, warum der "Rote" Sonnenhut diesen Namen trägt. Die Gruppenpflanzung in Beeten und Rabatten verstärkt die imposante Wirkung der anspruchslosen Staude. Man plant fünf bis sieben Pflanzen pro Quadratmeter. Sie verlangen einen sonnigen Standort mit durchlässigem, frischem, humus- und nährstoffreichem Boden. Zwar kommt der Purpursonnenhut auch noch an halbschattigen Standorten zurecht, erfüllt dort jedoch nicht die Erwartungen an die Blütenfülle. Der attraktive Dauerblüher zählt leider zu den etwas kurzlebigeren Stauden. Die Lebensdauer lässt sich mit einem bodennahen Rückschnitt nach der Blüte verlängern. Dies bezahlt der Gärtner allerdings mit dem Verlust des attraktiven Winteraspekts der straff aufrecht wachsenden Blütenstiele. Die igelartigen Blütenstände sehen mit Schneehaube oder von Raureif überzogen sehr dekorativ aus. Der späte Austrieb im Frühjahr lässt sich geschickt mit einigen Frühlingsblühern wie dem Tränenden Herz und der Strahlenanemone kaschieren, auch Zwiebelblumen wie Krokus, Schneeglöckchen und Narzissen leisten dabei gute Dienste. Die Vermehrung erfolgt über die frühjährliche Teilung im dreijährigen Rhythmus oder über Wurzelschnittlinge. Wer den Sonnenhut aus Samen ziehen möchte, sät den Kaltkeimer von Oktober bis Dezember in Töpfen oder Saatkisten aus, die etwa vier bis acht Wochen lang Temperaturen von unter 5 ºC ausgesetzt werden. Die Pflege beschränkt sich auf eine frühjährliche Kompostgabe und den Rückschnitt der verwelkten Stängel. Roter Sonnenhut wird weltweit als Arzneipflanze angebaut und geschätzt. Aus den Wurzeln des Korbblütlers gewinnt man einen Extrakt, der vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten wirkt, das Echinacin.

Karin Stern

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