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Blau und Violett schaffen etwas Abkühlung im Sommer. Foto: Karin Stern

Große Gärten bieten verlockende Möglichkeiten in der Farbgestaltung. Wer die Fläche in mehrere Bereiche aufteilt, kann verschiedenartige Farbgärten anlegen: Sonniges Gelb verbreitet im Frühling gute Laune, kühles Meerblau und puristisches Weiß laden an sommerlich heißen Tagen zum Verweilen ein, während flammendes Rot und Orange gemeinsam mit dem bunten Herbstlaub den Saisonausklang noch einmal aufleuchten lassen. Doch auch in kleinen Gärten entstehen vielgestaltige Gartenbilder, wenn man die Farbthemen einfach übers Jahr im Beet verteilt.

Das strahlende Gelb hat im Frühling seinen großen Auftritt. Von den ersten Sonnenstrahlen noch verstärkt, verbreiten die leuchtenden Farbtupfer einfach nur gute Laune. Die zarten Winterlinge (Eranthis) fallen vielleicht noch nicht so stark ins Auge. Osterglocken (Narcissus), Tulpen (Tulipa), Steinkraut (Alyssum), Trollblume (Trollius Hybriden) und Gämswurz (Doronicum orientale) sind jedoch unübersehbar. An feuchten Stellen blitzen die goldgelben Blüten der Sumpfdotterblume (Caltha palustris). Gut mit Trockenheit kommt die Goldwolfsmilch (Euphorbia polychroma) zurecht. Neben der gelben Blüte im Mai punktet sie mit einer bunten Herbstfärbung. Zeigen sich dennoch im Beet "gelbe Lücken", werden sie schnell mit Stiefmütterchen, Hornveilchen und Primeln aus dem Gartenmarkt geschlossen. Ganz nebenbei sind gelb blühende Pflanzen ideal für nützliche Insekten. Sie nehmen diese Farbe besonders gut wahr. Tipp: Unterschiedliche Gelbtöne miteinander kombinieren. Das vitale, voll gesättigte Gelb wird in seiner Strahlkraft nicht einmal von schlechtem Wetter gedämpft und spielt sich in den Vordergrund. Zitronen-, Schwefel- und Cremegelb dagegen wirken edel-elegant. Die Kombination mit silbrigem oder grüngelbem Laub verstärkt diese Wirkung.

Sommerliche Erfrischung holen wir uns mit kühlem Blau und Violett in den Garten. Als Lieblingsfarbe der meisten Menschen erzeugt Blau optische Tiefe und Weite. Dies ist besonders in kleinen Gärten von Vorteil. Die Farbe wirkt beruhigend auf den Betrachter und passt zu allen anderen Tönen. Reines Blau ist noch am ehesten bei Gebirgspflanzen wie Enzian vorzufinden. Vermischt mit etwas Rot schlägt es in Violette um. Zu den klassischen Blaublühern für das sommerliche Beet zählt Rittersporn (Delphinium-Hybriden), dessen Farbspektrum vom hellen bis hin zum tiefen Blau reicht. Auch Sommereisenhut (Aconitum henryi) mit seinen dunklen, intensiv gefärbten Blütenrispen, die Edeldistel (Eryngium) und Ziersalbei 'Blauhügel' (Salvia nemorosa) gehören zu den Klassikern. Monatelang erfreuen sogar die Blüten von Storchschnabel 'Rozanne' (Geranium-Hybride). Sie eignet sich wegen der fehlenden Struktur eher für die punktuelle Verwendung oder als Beeteinfassung.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 44/2020 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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