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Die Farbnuancen in der Benadelung lassen die Gehölzgruppe sehr lebendig wirken. Foto: Karin Stern

Lebensbäume bieten einige Vorzüge. Als Immergrüne bringen sie das ganze Jahr über Farbe in den Garten und stören sich weder an Wind noch Frost. Niedrige Zwergformen verschönern Kübel, hohe Sorten bilden blickdichte Hecken. Für Abwechslung im satten Grün sorgen unterschiedliche gelbe und grüne Schattierungen.

Thujas, wie Lebensbäume häufig nach der lateinischen Bezeichnung genannt werden, zählen zu den anspruchslosen und pflegeleichten Nadelgehölzen in unseren Gärten. Sie werden gerne als schnellwüchsige und immergrüne Heckenpflanzen eingesetzt, die einen perfekten Sicht- und Windschutz bieten. Für diesen Zweck eignen sich die etwas schmalwüchsigeren Sorten 'Smaragd' und 'Holmstrup' besser als starkwüchsige Wildarten. Beide Sorten wachsen sehr dicht und sind schnittverträglich. Wer die Hecke lebendiger gestalten möchte, pflanzt einige Exemplare der Sorte 'Golden Smaragd' in die Reihe. Sie verfügt mit der goldgelben Benadelung über eine ausgezeichnete Fernwirkung. Im Stein- oder Heidegarten fühlen sich Zwerglebensbäume sehr wohl. Der Handel bietet kegel-, kissen- oder kugel­förmig wachsende Sorten an. 'Tiny Tim' bleibt mit einer Wuchshöhe von 50 bis 100 cm sehr niedrig, wächst dafür aber etwa 1 m in die Breite. Bei einem jährlichen Zuwachs von nur 5 cm lässt sich 'Tiny Tim' damit aber Zeit.

Mit dunkelgrünen, sehr weichen Nadeln punktet die Sorte 'Teddy'. Die Pflanze eignet sich sehr gut zur Erziehung einer etwa 50 cm hohen Kugel und macht im Beet, im Kübel oder auch auf dem Grab eine gute Figur. Denn nicht nur Buchs oder Eibe eignen sich für grüne Skulpturen, auch in Lebensbäumen schlummern Formtalente. Im Handel finden sich spiralförmig geschnittene Exemplare neben solchen mit mehreren Kugeln an einem verzweigten Stamm. Im Kübel verbreiten sie Urlaubsstimmung auf der Terrasse und sind im Gegensatz zu den Vorbildern vom Mittelmeer vollkommen frosthart. Mediterranen Charakter zeigen auch säulenförmige, schmal wachsende Sorten, die sich pyramidenförmig erziehen lassen. In Einzelstellung wirken die schlanken Bäume wie Ausrufezeichen im Garten oder setzen im Topf Akzente. Häufige Rück- und Formschitte machen dem Lebensbaum nichts aus, solange man nicht ins alte Holz schneidet. Solche Lücken schließen sich auch nach Jahren nicht. Daher ist es sehr schwierig, eine alte Thuja-Hecke wieder in Form zu bekommen, wenn sie über ein paar Jahre hinweg nicht geschnitten wurde. Alte Exemplare, die im unteren Bereich einfach zu breit geworden sind, können in dieser Zone von ihren Ästen befreit werden. Zutage tritt dann eine orangebraune, attraktive Borke. Die dichte, pyramidenförmige Krone bleibt einfach stehen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 50/2019 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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