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Die Krokuswiese erblüht jedes Jahr ein bisschen üppiger – und stimmt auf den nahenden Frühling ein. Foto: Karin Stern

Die bunten Farbtupfer der kleinen Krokusse stimmen auf den nahenden Frühling ein. Einmal gepflanzt, erfreuen sie alljährlich wieder.

Die Gattung der Krokusse (Crocus) ist ausgesprochen artenreich. Von den etwa 90 bekannten Arten, Unterarten und Hybriden werden jedoch nur die wenigsten in unseren Gärten gepflanzt. Dennoch bieten die vielfältigen Sorten genügend Auswahl für einen farbenfrohen Frühlingsempfang. Die sogenannten Botanischen Krokusse eröffnen ab Februar den Blütenreigen. Sie verwildern bereitwillig und breiten sich im Laufe der Zeit an zusagenden Standorten aus. Zu den Botanischen Krokussen zählen Arten wie Elfenkrokus (Crocus tommasinianus), Goldbrokatkrokus (Crocus angustifolius), Balkankrokus (Crocus chrysanthus), Taschkentkrokus (Crocus korolkowii), Sieberkrokus (Crocus sieberi) und Silberlackkrokus (Crocus versicolor). Ihre Blüten sind in der Regel kleiner als die der verschiedenen Sorten des Frühlingskrokus (Crocus vernus). Dessen großer Auftritt erfolgt etwas später von März bis April.

Etwas aus dem zeitlichen Rahmen fallen die verschiedenen Arten des Herbstkrokus mit der Blüte im September und Oktober. Gerne gepflanzt werden der Prachtherbstkrokus (Crocus speciosus) sowie der Safran-Krokus (Crocus sativus). Seine fadenähnlichen Stempel zählen getrocknet zu den teuersten Gewürzen der Welt. Der Safrankrokus wird neben Anbaugebieten in Spanien, Frankreich und Italien hauptsächlich im Iran und in Afghanistan kultiviert.

Botanisch gesehen sind Krokusse keine Zwiebelgewächse, sondern bilden eine Stängelknolle aus. Sie ist einjährig. Nach der Blüte und der Bildung von Tochterknollen stirbt die alte Knolle ab. Die kleineren Botanischen Krokusse wachsen etwa 5 cm hoch, während die großblumigen Frühlingskrokushybriden durchaus 15 cm Höhe erreichen können. Der zierliche Herbstkrokus ordnet sich dazwischen ein. Die Blütenfarben bewegen sich im Spektrum von Violett, Weiß und Gelb, teils auch zweifarbig. Die frühe Blüte der Botanischen Krokusse ist ein wichtiges Futter für Hummeln.

 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 8/2021 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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